IT-Security-Anbieter AVG übernimmt Wettbewerber Norman

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AVG Logo (Bild: AVG)

AVG baut damit einerseits sein Geschäft in Nordeuropa, dem deutschsprachigen Raum und den Benelux-Ländern aus. Außerdem will es mit den Norman-Angeboten, Kunden und Vertriebspartner seine Position bei Firmenkunden stärken. Die sollen nun auch AVGs cloud-basierende Services nutzen.

AVG übernimmt seinen norwegischen Wettbewerber Norman. Zum Volumen der Transaktion haben die beiden Unternehmen keine Angaben gemacht. Ziel von AVG ist es, seine Position in weiteren europäischen Ländern auszubauen und seine Angebote für gewerbliche Kunden weiterzuentwickeln.

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“Norman teilt unser Verständnis von Cloud-Anwendungen und bringt spezifische Sales- und Marketing-Erfahrung für die lokalen Märkte mit“, sagt Mike Foreman, General Manager SMB bei AVG. „Wir verfügen jetzt über ein schlagkräftiges Partner-Netzwerk mit globaler Ausdehnung und eine fest verankerte Präsenz in den Vertriebskanal der Regionen, die erhebliches Wachstumspotenzial bei mobilen und cloud-basierten Diensten aufweisen.“

AVG mit Wurzeln in der Tschechischen Republik hat inzwischen seinen Hauptsitz nach Amsterdam verlegt und operiert auch aus San Francisco heraus. Eigenen Angaben zufolge nutzen 188 Millionen Menschen die Software des Unternehmens. Der norwegische Anbieter Norman hat sich in den vergangenen Jahren dagegen stark auf das Geschäft mit Firmenkunden in Nord- und Mitteleuropa konzentriert. Er verfügt insbesondere über ein Netz von Vertriebspartnern im deutschsprachigen Raum und in den Benelux-Ländern.

Gerade in diesen Ländern sieht AVG für sich hervorragende Wachstumsmöglichkeiten. Außerdem erhofft sich AVG von der Übernahme auch Zugang zu den Norman-Vertriebspartnern. Die sprechen insbesondere mittelständische Firmen an. Hier hat AVG derzeit noch Defizite und hinkt anderen Anbietern, wie Bitdefender, G Data oder Kaspersky hinterher, die bereits in den vergangenen Jahren begonnen haben, in diesem Umfeld Partner zu akquirieren.

Warum die Wahl gerade auf Norman gefallen ist, erklärt AVG auch damit, dass man vom Ansatz, wie man kleinen und mittelständischen Firmen Dienste breitstellen wolle, gut zusammenpasse. AVG hat dafür erst kürzlich mit dem AVG Managed Workplace ein cloud-basierendes Angebot vorgestellt. Darüber können Vertriebspartner anpassbare Managed Services erbringen – und das nicht nur für Security-Produkte des Herstellers, sondern auch für Produkte zahlreicher anderer Anbieter.

Norman hat diesen Weg vor Kurzem mit dem in dieselbe Richtung zielenden, Norman Security Portal genannten Angebot ebenfalls eingeschlagen. Dafür hatte der Hersteller seine Security-Suite zuvor mit Fernwartungsfunktionen aufgerüstet. Interessant ist auch der im Sommer vorgestellte Ansatz, die Sicherheits-Software- und Services für Firmen auf die privaten Endgeräte der Mitarbeiter auszudehnen, um so eventuelle Einfallstore in die Firmennetze zu schließen.

Schließlich hat Norman seit Februar mit einem hybriden Backup-Angebot die Möglichkeit, Daten von KMU einerseits lokal zu sichern, andererseits auch noch in einem Rechenzentrum des Anbieters in Schweden abzulegen. Damit sind teilweise rechtliche Anforderungen an die getrennte Datenhaltung erfüllt, andererseits bleibt die Möglichkeit, bei kleineren Problemen auf die lokalen Sicherungskopien zurückzugreifen. Zum Fahrplan, wie alle diese Angebote mit denen von AVG verheiratet werden, wie sie dann heißen und im Detail ausgestaltet sind, hat das Unternehemn noch keine Angaben gemacht.

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