Open Roberta soll bei Schülern Interesse am Programmieren wecken

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Schülerinnen und Schüler bei der Vorstellung von Open Roberta (Bild: Matthias Heyde / Fraunhofer IAIS)

Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative von Fraunhofer, Google und Lego. Die Cloud-Plattform Open Roberta soll Schüler und Lehrer interaktiv und spielerisch an Softwareentwicklung und Robotik heranführen. Im Mittelpunkt stehen die Lego Mindstorms Roboter und deren Steuerung mit Smartphones und Tablets.

Fraunhofer, Google und Lego haben gestern in Berlin die gemeinsame Initiative Open Roberta vorgestellt. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Auf der kostenlos nutzbaren, internetbasierenden Programmierplattform können Schülerinnen und Schüler eigene Programme für Roboter der Reihe Lego Mindstorms erstellen und anderen zur Verfügung stellen. Das als offene Lernumgebung bezeichnete Angebot, soll mehr Mädchen und Jungen für Technik begeistern.

Schülerinnen und Schüler bei der Vorstellung von Open Roberta (Bild: Matthias Heyde / Fraunhofer IAIS)

Das Projekt ergänzt die Fraunhofer-Initiative Roberta – Lernen mit Robotern. Deren Ziel es ist, Kinder und Jugendliche spielerisch an Naturwissenschaften und Technik heranzuführen. “Open Roberta verbindet das erfolgreiche, pädagogische Roberta-Konzept mit einer innovativen technischen Lernumgebung, die das Programmieren lernen leicht macht und offen ist für spannende, kreative Experimente”, sagt Professor Stefan Wrobel, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS.

Bei Open Roberta bekommt das Fraunhofer Institut Unterstützung von Google. Der US-Konzern fördert das Projekt in den nächsten beiden Jahren mit insgesamt eine Million Euro. Die beiden Partner überlegen bereits seit dem Frühjahr 2013, wie sie das Programmieren der kleinen Roboter einfacher machen können, indem sie die technischen Hürden für die Schülerinnen und Schüler sowie die rund 1000 zertifizierten “Roberta-Teacher” minimieren.

Schüler bei der Vorstellung von Open Roberta in Berlin (Bild: Google)

“Open Roberta” ist zum einen Open Source, kommt zum zweiten ohne regelmäßige Aktualisierung einer lokal auf dem PC installierten Software aus und ist drittens sowohl von der Schule als auch von zuhause aus nutzbar. Damit sehen die Projektpartner die gestellten Anforderungen erfüllt. Sozusagen als “Anschubfinanzierung” hat Lego Education zum Start der Plattform 160 Baukästen zur Verfügung gestellt, von denen jeweils zehn im Paket an jeweils ein Schulen in jedem der 16 Bundesländern vergeben werden

Für Lehrkräfte werden demnächst Tutorials für die Arbeit mit “Open Roberta” bereitstehen. Wer schon jetzt mit dem Programmieren starten will, kann das im “Open Roberta”-Lab auf lab.open-roberta.org tun. Das bereits seit zehn Jahren existierende Roberta-Projekt empfiehlt dafür die über den Lego-Shop bestellbare Roberta-Box. Die besteht aus einer ausgewählte Zusammenstellung von Lego-Produkten, Dokumentationen, Aufgabensammlungen, Software und Arbeitsmaterialien und eignet sich für eine Arbeitsgruppe von 2 bis 3 Schülerinnen oder Schülern. Das Paket kostet inklusive Mehrwertsteuer rund 592 Euro.

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