M-Net stellt Glasfaseranschluss mit 300 MBit/s für 60 Euro vor

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Das Angebot für Privatkunden steht ab Dezember 2014 einer fünfstelligen Zahl an Haushalten im M-Net-Netz zur Verfügung. Der Telekommunikationsanbieter betreibt Netze unter anderem in München, Augsburg und Erlangen. Der “Surf&Fon-Flat 300” genannte Tarif wird in den ersten sechs Monaten 59,90 Euro kosten.

Der regionale Telekommunikationsanbieter M-Net hat angekündigt, ab Dezember einen von ihm als Ultraspeed-Glasfaseranschluss bezeichneten Internetzugang anzubieten. Das als “Surf&Fon-Flat 300” vermarktete Angebot erreicht Bandbreiten von bis zu 300 MBit/s im Download und 30 MBit/s im Upload. Voraussetzung ist, dass die Glasfaserverkabelung bis in die Wohnung (FTTH) hinein reicht. M-Net betreibt diese Art von Infrastruktur in Teilen von München, Augsburg und Erlangen.

M-Net stellt Glasfaseranschluss Surf&Fon-Flat 300 mit 300 MBit/s für 60 Euro vor

Die Datenrate von 300 MBit/s ermöglicht M-Net zufolge ein Transfervolumen von 37,5 MByte pro Sekunde. Eine Datei mit 6 GByte soll sich somit in weniger als drei Minuten herunterladen lassen. Zudem sei mit dem Ultraspeed-Anschluss das Streamen von Videos in 4K-Auflösung auf mehreren Fernsehern möglich.

Damit ein Anschluss mit solchen Bandbreiten möglich wird, muss ein Haushalt über eine FTTH-Anbindung (Fiber to the Home) an das Glasfasernetz von M-Net verfügen. Der Anbieter will ab Dezember 2014 eine fünfstellige Zahl von Haushalten in seinem Einzugsbereich mit Ultraspeed versorgen. Diese Zahl soll dann schrittweise weiter erhöht werden.

“Damit ermöglichen wir nicht nur der Bevölkerung von mit Glasfasertechnologie erschlossenen Kommunen leistungsfähige Internetverbindungen, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern“, erklärt Jens Prautzsch, Vorsitzender der Geschäftsführung von M-Net, in einer Pressemitteilung.

Dem Unternehmen zufolge haben Glasfaseranschlüsse im Vergleich zu kupfer-oder kabelbasierten Anschlusstechnologien sowie Mobilfunkversorgung etwa über LTE entscheidende Vorteile. Zum Beispiel gibt es keine physikalisch bedingte Signaldämpfung bei langen Leitungsstrecken. Auf diese Weise soll die tatsächliche Bandbreite auch beim Kunden ankommen. Diese stehe konstant und unabhängig von anderen Nutzern zur Verfügung. Möglich wird das dadurch, dass jeder Anschlussinhaber eine eigene Leitung nutze.

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Deutschland belegt bei der Breitbandnutzung einer im Januar veröffentlichten Statistik zufolge Platz fünf der EU-Rangliste (Grafik: Bitkom).

Die Surf&Fon-Flat 300 kostet anfangs 59,90 pro Monat. Nach sechs Monaten steigt der Preis auf 69,90 monatlich. Die Datenraten von bis zu 300 MBit/s nach Aussagen von M-Net nicht gedrosselt. Zum Angebot gehört eine Fritz Box 7490. Für den Anschluss werden einmalig 39,90 Euro zur Einrichtung fällig. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate.

Mit dem Angbot übertrumpft M-Net auch die Kabelnetzbetreiber, die erst kürzlich aufgerüstet haben. Ab 3. November erhöht Unitymedia KabelBW bei seinen Netzen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg die Downloadgeschwindigkeit von 150 auf 200 MBit/s. Davon können potenziell gut zwölf Millionen Haushalte profitieren.

Das neue Angebot wird in drei Paketen ausgeliefert. Das günstigste Paket “2Play Premium 200” ist für Nutzer gedacht, die das TV-Angebot nicht benötigen und über das Kabelnetz ausschließlich telefonieren und mit 200 MBit/s surfen möchten. Die Upload-Geschwindigkeit liegt bei 10 MBit/s. Es kostet in den ersten zwölf Monaten 35 Euro, danach 42 Euro monatlich. Die Aktivierungsgebühr liegt bei 30 Euro. Ein zusätzliches Entgelt für den Kabelanschluss fällt nicht an.

Kabel Deutschland hatte zwar schon im September angekündigt, ab November Downloadraten von bis zu 200 MBit/s anbieten zu wollen, setzt dies aber in seinem Netz schrittweise um. Den Anfang machen die Städte Koblenz, Saarbrücken und Wilhelmshaven.

Bis Ende März 2015 will Kabel Deutschland dann die neuen Übertragungsgeschwindigkeiten für etwa 1,8 Millionen Haushalte anbieten können. Sechs Monate später sollen es nahezu drei Millionen sein. Die 200-MBit/s-Anschlüsse werden 20 Euro mehr kosten, als das gegenwärtige Angebot mit 100 MBit/s. Im ersten Jahr fallen demnach knapp 40 Euro monatlich an, im zweiten Jahr etwa 60 Euro pro Monat.

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