Europioneer Awards für die Web-Unternehmer des Jahres

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Es handelt sich um von der EU-Kommission ausgelobte Preise. ITespresso hat mit Vincent Ducrey vom HUB-Institut – einem der Organisatoren der Veranstaltung – über das Ziel des Programms und die europäischen Unternehmer von morgen gesprochen.

Vincent Ducrey ist Mitbegründer des HUB-Instituts und wurde durch die EU-Kommission beauftragt, Europioneers mit zu organisieren – eine Veranstaltung, die die besten digitalen Unternehmer mit einer Auszeichnung würdigt. Doch was genau ist das Ziel dieses Programms? Und wer sind diese europäischen Unternehmer von morgen? ITespresso hat im folgenden Interview diese und weitere Fragen gestellt.

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Die von der EU-Kommission ausgelobten Europioneer Awards würdigen die europäischen Web-Unternehmer des Jahres (Bild: ITespresso.fr).

ITespresso: Was genau ist das Ziel hinter dem Preis “Europioneer Awards”?

Vincent Ducrey: “Europioneers ist ein europäisches Event, das die besten Unternehmer der digitalen Wirtschaft in der Europäischen Union auszeichnet. Im Zuge der bereits zweiten Auflage hat die EU-Kommission ein Konsortium mit der Organisation betraut, das neben Vertretern des Beratungsunternehmens Deloitte und des EYIG auch durch das HUB-Institut repräsentiert wird.”

ITespresso: Es handelt sich dabei also um eine Auszeichnung für Unternehmer?

Vincent Ducrey: Ja, Europioneers zielt nicht darauf ab, bestimmte Unternehmen auszuzeichnen, sondern eine Vielzahl an Unternehmern. Im Einzelnen werden wir die folgenden vier Preise vergeben: Europäischer Web-Unternehmer des Jahres, “junger” europäischer Web-Unternehmer des Jahres – für alle unter 30 Jahren, den “Gazelle Award” für Web-Unternehmer mit hohen Wachstumsraten sowie für die Web-Unternehmerin des Jahres.

ITespresso: Die diesjährige engere Auswahl beinhaltet die Gründer von Criteo oder Zalendo nicht – zwei Unternehmen, die jüngst immerhin den Börsengang vollzogen haben. Warum wurden sie “übergangen”?

Vincent Ducrey: Hier muss man ganz klar unterscheiden. Bei diesen Unternehmen handelt es sich nämlich nicht um Start-ups. Die Börsennotierung dieser Firmen hat ihnen globales Renommee eingebracht, sodass sie in ihrer Unternehmenskommunikation nicht länger unterstützt werden müssen. Die Europioneers-Auszeichnung zielt hingegen darauf ab, eine neue Generation an europäischen digitalen Unternehmern hervorzubringen. Schauen Sie sich unsere Finalisten ruhig einmal genauer an. In ganz Europa gibt es sehr talentierte Unternehmer.

ITespresso: Die Preisverleihung findet Anfang November in Dublin zum dortigen Web Summit statt. Warum haben Sie gerade diese Veranstaltung ausgesucht?

Vincent Ducrey: Der Auswahlprozess begann bereits im Mai bei einer “TheNextWeb”-Veranstaltung in Berlin und die Preisverleihung wird ja nun Anfang November in Dublin anlässlich der “TheWebSummit”-Konferenz stattfinden. Beide Events besitzen internationales Format sowie eine internationale Ausrichtung. Zehntausende Unternehmer werden in einer europäischen Hauptstadt für einige Tage daran teilnehmen.

Obwohl es sich bei solchen großen Konferenzen oftmals um die Überbleibsel von Veranstaltungen US-amerikanischer Internet-Giganten handelt, ist Europioneers die Gelegenheit, die zahlreichen digitalen Unternehmer Europas zu würdigen. Auf alle Fälle ist es das erklärte Ziel der EU-Kommission, eine neue Generation junger Unternehmensgründer hervorzubringen.

Die Finalisten des Europioneer Awards 2014:

– Gille Freek, bliep, Niederlande
– Aneesh Varma, Area Labs, Großbritannien
– Guillermo Garcia, alumn-e, Spanien
– Mayel of Borniol, Babelverse, Großbritannien
– Carlos Mateo, BeCash, Spanien
– Rachel Delacour, Bime Analytics, Frankreich
– Frederick Mazzella, published Legal, Frankreich
– Lucy Stonehill, BridgeU, Großbritannien
– Miguel Arias, CartoDB, Spanien
– Julien Coulon, Cedexis, Frankreich
– Alexander Fefegha, Comuzi Software, Großbritannien
– Jennifer Schenker, Informilo, Großbritannien
– Marius Dima Dasdata, Rumänien
– Roman Libeau, Deliver.ee, Frankreich
– Amian Francisco, Deudae, Spanien
– Caspara Woolley, Hailo, Grpßbritannien
– Albin Bronkhorst, Fastr, Niederlande
– Sebastien Siemiatkowski, Klarna, Schweden
– Greg Marsh, onefinestay, Großbritannien
– Jose-Antonio Jimenez Lama, Online Bookings, Spanien
– Leo Van Merwikk, Zooperman, Niederlande
Julia Bosch, OutFittery, Deutschland
Sylvia Klein, Paij, Deutschland
– Peter Arvai, Prezi, Ungarn
– Fiona Disegni, you Rentez, Großbritannien
– Rafael Dos Santos, Room in the Moon, Großbritannien
– Ian Hogarth, Songkick, Großbritannien
– Jaime Padron Medina, TheMagicTurn, Spanien
– Kristo Kaarman, TransfertWise, Estland
– Alex Chesterman, Zoopla, Großbritannien
– Heidi Lindvall, StoryGami, Großbritannien
– Christian Lanng, Tradeshift, Dänemark
Christian Reber, Wunderlist, Deutschland
– Viktoras Jucikas, YPLAN, Litauen
– Nuno Almeida, We-Xperience, Portugal

[mit Material von Jérôme Bouteiller, ITespresso.fr]

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