John McAfee stellt Android-App gegen Schnüffelfunktionen vor

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D-Vasive (Bild: FTC)

Sie wurde von der von dem Security-Software-Pionier gegründeten Firma Future Tense Secure Systems entwickelt. Die App D-Vasive ist in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Variante verfügbar. Der wesentliche Unterschied ist, dass die Pro-Variante die Blockade erkannter aber unerwünschter Aktionen erlaubt.

John McAfee und die von ihm gegründete Firma Future Tense Secure Systems haben auf einer Veranstaltung in Chicago die kostenlose App D-Vasive und mit D-Vasive Pro auch eine kostenpflichtige, aber umfassendere Variante vorgestellt. Gemeinsam ist den Apps, dass sie Nutzer helfen sollen, besser zu verstehen, welche Anwendungen auf ihren Mobilgeräten welche Funktionen nutzen – was angesichts des Datenhungers vieler Mobil-Anwendungen nicht immer ganz einfach ist.

D-Vasive (Bild: FTC)

D-Vasive Free meldet zum Beispiel Zugriffe auf die Kamera, das Mikrofon und wenn WLAN oder Bluetooth aktiviert oder die Standortdaten abgefragt werden. D-Vasive Pro kostet 4,99 Dollar, bietet dafür aber neben den Funktionen der Free-Version zum Beispiel auch Möglichkeiten, Kamera, Mikrofon, WLAN und Bluetooth abzusichern, einen stummen Alarm-Modus und umfangreichere Logs. Die Apps sind ab sofort im Google Play Store, im Amazon App Store und im Opera Mobile Store erhältlich.

“D-Vasive ist keine typische Anti-Spyware”, teilte John McAfee mit. “Ihr Smartphone ist das beste Spionagewerkzeug, das jemals entwickelt wurde, und es sind Sie, die damit ausspioniert werden.” Dem begegne D-Vasive, indem es Nutzern die komplette Kontrolle über die verbaute Hardware zurückgebe. Das scheint aber ersten Tests zufolge mit viel Aufwand verbunden zu sein und sich deutlich auf die Akkulaufzeit auszuwirken. Außerdem scheint die Bedienung etwas umständlich zu sein.

Einfacher gelöst hat das F-Secure: Bei dessen Freedome genannter App zum Schutz der Privatsphäre gibt es nur zwei Möglichkeiten: Ein oder Aus. Die im März vorgestellte App kümmert sich allerdings nicht um die Apps auf dem Gerät, sondern um Schutz vor Tracking und Profiling sowie die Verschlüsselung der Kommunikation.

Generell soll die Software Anwendern helfen, die aus Sicht des Herstellers vier wichtigsten Datenschutzprobleme bei der Nutzung mobiler Geräte zu lösen: Verschlüsselung der Kommunikation, Schutz vor Tracking und Profiling, Verschleierung des gegenwärtigen Aufenthaltsortes sowie Schutz vor Hackern Malware und gefährlichen Websites. Ein Monatsabo ist für 4,49 Euro, ein Jahresabonnement für 26,99 Euro erhältlich. Es deckt jeweils alle Android- beziehungsweise iOS-Geräte des Benutzers ab.



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