11 Prozent der Deutschen verdienen Geld mit ihrem Hobby

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Bundesgerichtshof bestätigt Urheberrechtsabgabe auf Drucker und PCs (Bild: Shutterstock /KitchBain)

Eine Studie von Visa Europe zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen einem Hobby nachgeht oder eine Geschäftsidee hat, mit der sich Geld verdienen lassen könnte. Pro Kopf erzielen deutsche Hobbyisten 1837 Euro im Jahr. Größte Antriebskraft ist demnach die Leidenschaft für ein Produkt.

In Deutschland verdienen 11 Prozent der Menschen Geld mit ihrem Hobby. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Populus im Auftrag von Visa Europe. Davon wollen vor allem in Baden-Württemberg (76 Prozent), Berlin (73 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (72 Prozent) ihre Lieblingsbeschäftigung zu Kleinunternehmen ausbauen. Im Landesdurchschnitt sind es 65 Prozent. Demnach steckt in den sogenannten Hobbyisten hierzulande ein großes Gründerpotenzial.

(Bild: Shutterstock /KitchBain)

Fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) hat ein Hobby oder eine Geschäftsidee, mit der sie Geld verdienen könnten. Als Antrieb geben 53 Prozent der Befragten ihre Leidenschaft für ein Produkt oder Dienstleistung an. 38 Prozent wollen ihr eigener Chef werden. Leidenschaft ist auch für 38 Prozent der Hobby-Unternehmer, die bereits Geld verdienen, die größte Motivation. – gefolgt von dem Wunsch, etwas anderes zu machen als im aktuell ausgeübten Hauptberuf (28 Prozent).

Der Pro-Kopf-Umsatz der deutschen Hobbyisten liegt im Durchschnitt bei 1837 Euro im Jahr. Der Studie zufolge würde sich daraus ein wirtschaftliches Gesamtvolumen von mehr als 10,1 Milliarden Euro ergeben. Die Bereiche Schmuck und Accessoires sowie Back- und Kochwaren erzielen die höchsten Umsätze. Hier Tätige erreichen 2544 respektive 2079 Euro.

Aber auch in diesem Bereich erhakten Männer mehr Geld als Frauen. Jährlich sind es rund 750 Euro mehr. Darüber hinaus erwirtschaftet die Gruppe der 45- bis 54-Jährigen mit 2533 Euro jährlich mehr als dreimal so viel wie 18- bis 24-Jährigen.

Mit dem Hobby Geld zu verdienen, ist allerdings nicht ohne Ängste verbunden. 38 Prozent der Befragten fürchten sich davor, nicht genügend Aufträge zu erhalten. Fast ein Viertel (21 Prozent) hat Sorgen, dass keine Nachfrage im Markt besteht. Jedem Zehnten fehlt das Wissen, wie er eine bargeldlose Zahlung abwickeln soll.

Dass moderne Technik das Gründen und Führen eines Geschäfts erleichtern, empfindet etwa ein Fünftel (19 Prozent) der Hobby-Unternehmer. Zur Vermarktung setzen allerdings 62 Prozent auf “Mundpropaganda”. Knapp die Hälfte (49 Prozent) bewirbt ihre Leistung über eine eigene Website. Dahinter folgen mit 45 Prozent Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter. Letzteres nutzen vor allem die 18- bis 24-Jährigen (65 Prozent gegenüber 23 Prozent bei über 65-Jährigen).

Michael Hoffmann von Visa Europe glaubt, dass Gründer sich durch “die Akzeptanz von elektronischen Zahlungen große Märkte erschließen können – besonders über das Internet.” Das sei “ein guter Weg für Hobbyisten, um schnell zu wachsen.” Aussagen darüber, wie genau es die Hobby-Unternehmer mit den Steurzahlungen nehmen, machen die Autoren der Studie nicht.

Die Studie wurde von dem Marktforschungsunternehmen Populus als Online-Befragung im Zeitraum vom 8. bis 22. August 2014 durchgeführt. Insgesamt wurden 18.124 Europäer über 18 Jahren in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien, Spanien, Schweden und der Türkei befragt.

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