Smartphones: Microsoft verzichtet auf den Namen Nokia

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Microsoft kauft Nokias Handysparte

Der Softwarekonzern aus Redmond nennt seine Smartphones und Tablets künftig “Microsoft Lumia”. Es ist der nächste Schritt in Microsofts Plan, die Marke Nokia abzuwickeln. Angeblich will es auch auf den Namen “Surface” verzichten.

Microsoft wird den Markennamen “Nokia” bei seiner Lumia-Gerätreihe nicht mehr verwenden. Die Smartphones und Tablets der Serie sollen in Zukunft den Namen “Microsoft Lumia” tragen. Dies gilt als nächster Schritt in Microsofts Abwicklungsplan der Marke Nokia.

Microsoft kauft Nokias Handysparte

Auf der Facebook-Seite von Nokia Frankreich hat Microsoft einen entsprechenden Beitrag veröffentlicht. “In den kommenden Tagen werden Sie von Facebook eine Nachricht darüber erhalten, dass der Name dieser Seite geändert wurde. Wir sind nämlich gerade dabei, uns in Microsoft Lumia umzubenennen”, heißt es dort.

Auf Nachfrage von ZDNet.com wollte ein Sprecher des Softwarekonzerns die seit einigen Wochen kursierenden Gerüchte über einen Namenswechsel bei den Mobilprodukten allerdings nicht kommentieren. “Es gibt nichts, was wir an Informationen bezüglich dieser Berichte mit Ihnen teilen könnten.”

Indirekt hat Microsoft das aber schon getan. Während zum Beispiel kurz nach der Übernahme des Nokia-Handygeschäfts im Juni die Pressemitteilung zur Ankündigung des “Lumia 635” noch in der Überschrift und am Anfang des Textes vom “Nokia Lumia 635” sprach, kam Ende August bei der Ankündigung des Lumia 530 der Begriff “Nokia” nur noch ganz am Ende in der Tabelle mit den technischen Daten vor. Und bei der Ankündigung des Verkaufsstarts des Lumia 730 vor wenigen Tagen ist “Nokia” dann im Text der Pressemitteilung überhaupt nicht mehr zu finden gewesen.

Die Änderung des Namens zu Microsoft Lumia ist vermutlich der nächste Schritt, um die Marke Nokia im Smartphone-Bereich abzuwickeln. Im April hatte Microsoft die Handysparte der Finnen gekauft. In Redmond entwickelt der Bereich neben den Lumia-Smartphones- und Tablets auch alle weiteren Nokia-Mobiltelefone, die Xbox-Hardware, die Tablet-Reihe Surface sowie die Produkte des Multitouch-Displayherstellers Perceptive Pixel (PPI). Durch die Übernahme wechselten außerdem etwa 25.000 Mitarbeiter aus insgesamt 50 Ländern zu Microsoft. Im Juli kündigte der Konzern allerdings an, die Hälfte von ihnen entlassen zu wollen.

Gerüchten zufolge spielt Microsoft mit dem Gedanken, sich von dem Markennamen “Surface” ebenfalls zu trennen. Die Tablet-Reihe soll angeblich unter den Namen “Lumia” vertrieben werden.

[mit Material von Rainer Schneider, >ZDNet.de]

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