Strompreise für Verbraucher könnten im kommenden Jahr erstmals sinken

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Stromleitungen (Bild: Peter Marwan)

Die Strompreise für private Verbraucher in Deutschland kennen seit Jahren nur eine Richtung: Es geht aufwärts. So ist der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte zwischen 1998 und 2014 von 17,11 auf 29,13 Cent/kWh geklettert. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 70 Prozent. 2015 könnte sich das erstmals wieder ändern.

Für die energieintensive Industrie sind die Preise dagegen auf Grund von umfassenden Rabatten von 2008 bis 2014 um ein Prozent gefallen, wie die Bundesregierung kürzlich eine Grünen-Anfrage bekannt gegeben hat.

Stromleitungen (Bild: Peter Marwan)

2015 könnten die Preise aber zum ersten Mal seit der Jahrtausendwende auch private Verbraucher wieder sinken. Ein Grund ist, dass die EEG Umlage im Jahr 2015 erstmals seit Einführung leicht von aktuell 6,24 Cent je Kilowattstunde auf 6,17 Cent je Kilowattstunde im kommenden Jahr sinkt. Diese war im Jahr 2014 mit 6,24 Cent pro kWh zu hoch angesetzt, so dass sich in den Kassen der Regierung ein Überschuss von 1,5 Milliarden Euro angesammelt hat.

Zusätzlich könnten bei Privathaushalten auch die sinkenden Großhandelspreise der Leipziger Strombörse ankommen. Addiert man die beiden Summen, könnte sich daraus für eine Familie mit zwei Kindern eine Ersparnis von rund 100 Euro pro Jahr ergeben, wie das Fachportal StromAuskunft.de vorrechnet.

Ziel des Anbieters aus Münster ist es, zu Deutschlands größter Internetauskunft für den Energiesektor zu werden. In dem Branchenverzeichnis finden sich derzeit bereits über 30.000 Einträgen von Elektrikern, Energieberatern sowie Fachbetrieben für Solaranlagen, Solarthermie und Stromspeicher nach Regionen aufgelistet.

Endverbraucher finden über die Fachbetriebssuche den besten Anbieter in ihrer Region. Sie können über das Portal zudem kostenlos Angebote einholen und Preise vergleichen. Dafür wählen Nutzer über die Suchmaske oder Deutschlandkarte ihre Region oder Stadt aus und erhalten auf einer Ergebnisseite eine Auflistung aller dort angesiedelten Fachbetriebe.

Neben Firmenprofil und Kontaktdaten findet sich dort auch eine Bewertungsfunktion mit Erfahrungsberichten und Empfehlungen ehemaliger Kunden. So können sich Interessenten ein Bild über dessen Service-Qualität machen. Fachbetrieben wiederum bietet StromAuskunft.de die Möglichkeit, genau die Kunden ihrer Region zu erreichen, die an ihren Dienstleistungen interessiert sind. Dazu stehen auch diverse Tools für das Online-Marketing zur Verfügung – etwa die Gütesiegel “geprüfter Dienstleister” und “Klimaschutz, ich mache mit”.

Wie eine von StromAuskunft.de erstellte Karte zeigt, sind die Strompreise in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Aktuell sind die monatlichen Strompreise für 1437 Orte in Deutschland erfasst. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der monatlichen Strompreise des lokalen Versorgers. Grund für die Preisunterschiede sind in erster Linie die Netznutzungsentgelte sowie der lokale Wettbewerb.


Quelle: Strompreis – Atlas von StromAuskunft.de

Die unterschiedlichen Netzgebühren haben sowohl mit den getätigten Investitionen in die Netze als auch mit der Bevölkerungsdichte zu tun. Daher sind in der Regel die Netzentgelte im Osten Deutschlands deutlich höher als in Westdeutschland. In Großstädten wiederum leben viele Verbraucher auf einem Fleck, die Wege sind kurz und daher die Netzentgelte günstiger.

Generell sind die Tarife in der Grundversorgung viel zu hoch, findet Dr. Jörg Heidjann von StromAuskunft.de. “Wer aus dem Grundversorgertarif in einen günstigen Tarif – ohne Vorkasse, Kaution oder Pakettarif – wechselt, spart bei einem Jahresverbrauch von 5000 kWh in fast jeder Stadt Deutschlands mehr als 300 Euro pro Jahr, in Städten wie Essen oder Frankfurt sogar fast 400 Euro.” Ein Vergleich nicht nur der Anbieter, sondern auch der Tarife lohnt sich also.

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