Wurfkamera Panono kommt im Frühjahr 2015 in den Handel

Start-UpUnternehmen
Panono Camera (Bild: Panono)

Den Markteintritt finanziert das Berliner Start-up via Crowdfunding. Interessierte können sich Anteile an Panono kaufen und sich somit am potenziellen Gewinn der Wurfkamera beteiligen. Mit dem frischen Kapital soll unter anderem das internationale Marketing und der Vertrieb finanziert werden.

Das Berliner Start-up Panono hat eine weitere Finanzierungsrunde für seine gleichnamige Wurfkamera gestartet. Diesmal können Unterstützer auf der Crowdfunding-Plattform Companisto Anteile an der Firma kaufen. Als Belohnung werden sie am Gewinn des Start-ups beteiligt. Insgesamt 100.000 Euro wollen die Entwickler auf diesem Weg sammeln. Bislang sind bereits über 50.000 Euro eingenommen worden.

Panono Camera (Bild: Panono)

“Wir haben uns entschieden, die nächste Investmentrunde nicht klassisch zu fahren, sondern den Menschen, die uns unterstützt haben – unseren Fans –, die Chance zu geben, an unserem Erfolg teilzuhaben“, sagt Björn Bollensdorff, Geschäftsführer und Mitgründer von Panono. Mit dem Kapital soll die Produktion der Vorbestellungen aus dem Online-Shop, das internationale Marketing und der Vertrieb finanziert werden. Auf diese Weise soll der für Frühjahr 2015 geplante Marktstart sichergestellt werden.

Die drei Berliner Björn Bollensdorff, Jonas Pfeil und Qian Qin hatten Panono in ihrer Zeit an der TU Berlin entwickelt. Mit Panono lassen sich 360-Grad-Panoramaaufnahmen erstellen. Der Kameraball wird dazu einfach in die Luft geworfen und nimmt dann 108-Megapixel-Panoramabilder auf. Er ist dazu mit 36 Einzelkameras ausgestattet und soll nicht größer als eine Grapefruit sein.

Neben dem Wurf-Mechanismus kann die mit Ösen ausgestattete Kamera an unterschiedlichen Hängevorrichtungen befestigt und beispielsweise an Decken und Bäumen aufgehängt werden. Anschließend lässt sie sich per App fernsteuern und manuell auslösen.

Die Panono-Kamera nimmt Panoramabilder mit 108 Megapixel auf (Bild: Panono)
Die Panono-Kamera nimmt Panoramabilder mit 108 Megapixel auf (Bild: Panono).

Die Aufnahme wird automatisch ausgelöst, wenn die Kamera den Scheitelpunkt des Flugs erreicht und dort für einen Augenblick innehält. Dann nehmen die einzelnen Linsen Bilder auf, die von einer Software zusammengefügt werden. Da alle Kameramodule gleichzeitig auslösen, kann das Gerät sogar bewegte Szenen fotografieren.

Im Januar 2014 gelang es dem Start-up bereits 1,25 Millionen Dollar über Indiegogo von der Crowd einzusammeln. Mit dem Geld konnte Panono die Kamera weiterentwickeln und testen. Zudem hat es die Mitarbeiterzahl auf 15 erhöhen können.

Die Panono Camera kann bereits auf der Website des Start-ups zum Preis von 549 Euro vorbestellt werden. Der spätere Verkaufspreis liegt bei 599 Euro.

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