Cisco zeichnet bei Wettbewerben zwei deutsche Start-ups aus

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Der Netzwerkonzern hatte einen Award für Innovationen für das Internet der Dinge sowie einen für Sicherheitskonzepte in diesem Bereich ausgeschrieben. In beiden Kategorien haben deutsche Start-ups das Rennen für sich entschieden. Ingesamt hatten sich über 1000 Firmen beteiligt.

Cisco hat jetzt die Gewinner der weltweit ausgeschriebenen IoT Grand Challenge vergaben. Sowohl der erste Preis für die innovativste Neuerung als auch der erste Preis für Verbessungen der Sicherheit im Bereich Internet der Dinge gingen dabei an deutsche Teilnehmer. Relayr aus Berlin holte sich den ersten Platz mit Entwicklungs-Tools für die Vernetzung verschiedenster Dinge auch außerhalb des PC-Bereichs, und Aircloak aus Kaiserslautern wurde für seine “Privacy by Design”-Lösung für die anonyme Datenanalyse mit dem Security-Preis ausgezeichnet.

Relayr aus Berlin ist mit Wunderbar Gewinner der IoT Grand Challenge von Cisco (Bild: Relayr).
Die “Wunderbar” von Relayr, passende Entwicklungs-Tools und viele Sensoren sollen das “Internet of Everythig” ermöglichen (Bild: Relayr).

Relayr bietet einfache Tools für Gerätehersteller, App-Entwickler und Software-Unternehmen, mit denen sich Apps für das Internet der Dinge entwickeln lassen. Es geht geht dabei über klassische ITK-Produkte wie Smartphones hinaus. Eine Hardware-unabhängige Cloud-Plattform, SDKs und das WunderBar IoT Starter Kit sollen die Entwicklung intelligenter Geräte und deren Vernetzung erleichtern. Der Gewinner nennt als Beispiele Smart Home Appliances, intelligente Thermostate, Uhren oder Autos.

Die Kaiserslauterner Software-Schmiede Aircloak will Organisationen erlauben, Nutzerdaten in Echtzeit zu analysieren und trotzdem nachweisbaren Datenschutz für die Anwender sicherzustellen. Die Firma ist als Spin-Off des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme entstanden.

Aircloak
Das Kaiserslauterner Start-up Aircloak analysiert Daten in Echtzeit, ohne dabei die Privatsphäre zu gefährden (Bild: Aircloak).

Bereits vergangenes Jahr erkannte Cisco den Bedarf für das “Internet der Dinge”. Dieses Jahr richtete der Konzern in Berlin sogar ein eigenes Forschungszentrum dafür ein. In einer Studie rechnet Cisco vor, dass alleine in Deutschland der potenzielle Mehrwert durch das Internet deer Dinge für die Wirtschaft rund 700 Milliarden Euro beträgt.

Oliver Tuszik, Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland, erklärt, die Siege der hiesigen Teilnemer zeigten, “dass Deutschland die Innovationskraft hat, bei den Themen Security und Internet der Dinge führend zu werden.” Die drei Gesamtsieger der “IoT Innovation Grand Challenge” erhalten ein Preisgeld von insgesamt 250.000 Dollar, Relayr erhält davon 150.000. Waygum.io und Toymail, beide aus den USA, erreichten die Plätze 2 und 3.

Die vier Gewinner der “IoT Security Grand Challenge” erhalten insgesamt 300.000 Dollar. Neben Aircloak sind das Excalibur aus der Slowakei sowie jeweils ein Team der Cornell Tech and Rice University sowie der Carnegie Mellon University. Neben dem Preisgeld unterstützt Cisco die Gewinner mit Beratung, Training und Zugang zu Expertenwissen.

Der Start-up-Wettbewerb CODE_n, dessen Endrunde auf der CeBIT 2015 stattfindet, ruft in seiner vierten Auflage gezielt Start-ups zur Teilnahme auf, die sich mit Lösungen im Bereich Internet der Dinge beschäftigen.
Auch der Start-up-Wettbewerb CODE_n, dessen Endrunde auf der CeBIT 2015 stattfindet, ruft in seiner vierten Auflage gezielt Start-ups zur Teilnahme auf, die sich mit Lösungen im Bereich Internet der Dinge beschäftigen.

Gründer, die mit ihren Start-ups im Bereich Internet der Dinge aktiv sind, haben auch die Möglichkeit, sich am Start-up-Wettbewerb CODE_n zu beteiligen, dessen vierte Auflage unter dem Motto “Into the Internet of Things” steht. Gesucht werden dafür Gründer und Unternehmen, deren Ideen das Zeitalter des Internet der Dinge einläuten. Vom 16. bis 20. März 2015 werden die von einer Jury ausgewählten 50 spannendsten Geschäftsmodelle in Halle 16 auf der CeBIT in Hannover präsentiert.

Der Innovationswettbewerb ist in die Bereiche Digital Life, Smart City, Future Mobility und Industry 4.0 unterteilt. Für den CODE_n-Wettbewerb können sich alle Unternehmen bewerben, die im Jahr 2010 oder später gegründet wurden und deren Geschäftsmodell das Internet der Dinge monetarisiert. Anmeldeschluss ist der 30. November 2014.

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