Apple stellt OS X 10.10 Yosemite zum Download bereit

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OS X 10.10 Yosemite

Apple-Kunden bekommen die neue Version des Betriebssystems kostenlos im Mac App Store. Eine der wichtigsten Neuerungen in OS X 10.10 Yosemite ist die Unterstützung für die mit iOS8 eingeführte Funktion Handoff. Sie soll die abwechselnde Nutzung von Macs und iOS-Geräten verbessern.

Apple hat OS X 10.10 Yosemite zur Verfügung gestellt. Das bereits im Juni angekündigte Betriebssystem ist jetzt für Apple-Kunden als kostenloses Upgrade im Mac App Store erhältlich. Zu den Neuerungen gehören die Handoff genannte Funktion, die die Zusammenarbeit zwischen Macs und Apples Mobilgeräten verbessern soll, sowie das überarbeitete Benachrichtigungscenter.

OS X 10.10 Yosemite

Mit Handoff ist es nutzern möglich, ein Dokument auf einem Gerät, beispielsweise einem iPad, zu erstellen, und die Arbeit an einem anderen Gerät, etwa einem Mac, fortzusetzen. Handoff gleicht automatisch auch andere Aktivitäten, etwa das Surfen im Web, zwischen Geräten ab. Voraussetzung ist allerdings ist, dass auf dem vereendeten Mobilgerät iOS 8 läuft.

Werden iPhone und Mac im selben WLAN-Netzwerk verwendet, können Nutzer mit Yosemite nun auch Anrufe auf ihrem iMac oder MacBook annehmen. Auch SMS-Nachrichten, die zuvor nur auf dem iPhone angezeigt wurden, sind nun auch auf Macs und allen iOS-Geräten verfügbar.

OS X 10.10 kann außerdem den von einem iPhone aufgebauten WLAN-Hotspot nutzen, um sich mit dem Internet zu verbinden. Dazu dient die Funktion Instant Hotspot. Sie zeigt ein iPhone in der Liste der verfügbaren WLAN-Netzwerke an und steht auch auf dem iPad zur Verfügung.

Die Suchfunktion Spotlight wurde für OS X 10.10 ebenfalls erweitert. Sie liefert nun zusätzlich zu den lokal gespeicherten Dateien, bei einer Suche auch Ergebnisse bei Wikipedia, Karten, der Microsoft Suchmaschine Bing sowie Nachrichten und auch Kinoprogramme. Und natürlich werden Inhalte aus Apples App Store, dem iTunes Store und dem iBooks Store in den Suchtreffern angezeigt.

Die neuen Integrationsfunktionen von OS X 10.10 Yosemite erlauben es, auf einem Mac Anrufe anzunehmen (Bild: Apple).
Die neuen Integrationsfunktionen von OS X 10.10 Yosemite erlauben es, auf einem Mac Anrufe anzunehmen (Bild: Apple).

Die neu gestaltete Mitteilungszentrale bietet eine Tagesansicht, die mittels Widgets einen schnellen Überblick über Kalender, Wetter, Aktien, Erinnerungen und Aktivitäten in Sozialen Netzwerken bieten soll. Sie lässt sich durch im Mac App Store erhältlich Widgets personalisieren.

Mit OS X 10.10 Yosemite bekommen Nutzer auch Zugriff auf Apples Online-Speicher iCloud Drive. Die zugehörige App synchronisiert Daten mit der Cloud und macht sie auch auf iPhone und iPad zugänglich.

Außerdem haben sich die Apple-Entwickler des Browsers Safari und der Mediensoftware iTunes angenommen. Ersterer soll nun stromsparender arbeiten. Der E-Mail-Client unterstützt nun verschlüsselte Nachrichten. Mit einer Mail Drop genannten Funktion Nutzer können künftig zudem Dateianhänge mit einer Größe von bis zu 5 GByte verschicken – unabhängig von möglichen Größenbeschränkungen beim Posteingang des Empfänger. Mail Drop lädt den Dateianhang auf iCloud Drive hoch und stellt in der E-Mail einen Downloadlink bereit.

Die Nachrichten-App erlaubt es nun, Teilnehmer zu einer laufenden Gruppenunterhaltung hinzuzufügen und ihre Position auf einer Karte anzuzeigen. Auch der Zugriff auf Anhänge wurde vereinfacht und Benachrichtigungen lassen sich stumm schalten. Und mit der Familienfreigabe lassen sich die Einkäufe der anderen Familienmitglieder in Tunes, bei iBooks oder im Mac App Store durchsuchen und herunterladen.

Der Download von OS X 10.10 Yosemite ist 5,16 GByte groß. ZDNet erzielte bei einem Test einen Downloadrate von 2,9 MByte pro Sekunde, was in etwa dem Limit des verwendeten 32-Mbit/s-Anschlusses entspricht. Nutzer können bei einem sehr langsamen Download eventuell durch eine andere DNS-Konfiguration eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Mehr Details bietet der Beitrag “Problemlösung: Mac App Store und iOS-Download sehr langsam“.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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