Microsoft stellt Skype Qik zum Versand von Video-Nachrichten vor

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Die App erlaubt den Versand von bis zu 42 Sekunden langen Videomitteilungen an einzelne Kontakte oder Gruppen. Zur Anmeldung ist nur eine Telefonnummer erforderlich. Die kostenlose App lässt sich bisher nur auf Smartphones mit Android, iOS und Windows Phones verwenden.

Microsoft hat mit Skype Qik eine App zur Videokommunikation vorgestellt. Skype Qik nutzt den Backbone von Skype, läuft aber parallel. Laut Microsoft soll die kostenlos und werbefrei in 21 Sprachen – darunter auch Deutsch – zur Verfügung stehende App einen fortlaufenden Videochat ohne vorherige Terminabsprache ermöglichen. Es liegt kostenlos für Android-Smartphones, iPhone und Windows Phone vor.

Mit Skype Qik lassen sich schnell bis zu 42-sekündige Videomitteilungen an einzelne Kontakte oder Gruppen versenden (Bild: Microsoft).
Mit Skype Qik lassen sich bis zu 42-sekündige Videomitteilungen an einzelne Kontakte oder Gruppen versenden (Bild: Microsoft).

Microsoft hofft, dass Skype Qik von Anwendern genutzt wird, um zwischen längeren Skype-Anrufen in Kontakt zu bleiben. Der Skype-Client ist aber zum Betrieb der neuen App nicht erforderlich. Bei den Funktionen haben sich die Entwickler offenbar von anderen erfolgreiche Apps inspirieren lassen. Wie bei WhatsApp müssen sich Nutzer nur mit ihrer Telefonnummer anmelden, Benutzername oder Passwort werden nicht benötigt. Wie bei Snapchat werden Nachrichten nach eine rbestimmten zeit (bei Skype Qik nach zwei Wochen) automatisch gelöscht. Und wie bei Vine ist die Länge der Videos sehr begrenzt, statt 6 Sekunden sind es aber bei Sykpe Qik 42 Sekunden. Und ähnlich dem Bildformat von Instagram verwendet Skype Qik ein quadratisches Videoformat.

Die App eignet sich sowohl für den Austausch von Videonachrichten zwischen zwei Personen als auch für die Kommunikation in einer Gruppe. Die Oberfläche zeigt standardmäßig eine Liste der zuletzt verwendeten Kontakte an. Tippt man einen davon an, erscheint der Konversationsverlauf und eine große Schaltfläche, um eine weitere Videonachricht hinzuzufügen. Die Aufzeichnung lässt sich mit einem Knopf starten und stoppen. Während der Aufnahme ist ein nahtloser Wechsel zwischen Front- und Hauptkamera des Smartphones möglich.

Anwender können auch zwischen einem Dutzend zuvor aufgenommener 5-sekündiger Standardnachrichten – sogenannten Qik Fliks – wählen (bisher nur unter Android und iPhone). Diese Qik Fliks bewirbt Microsoft als “persönlichere Smileys”. Außerdem lässt sich ein bereits verschicktes Video vom Sender löschen – unabhängig davon, ob der Empfänger es bereits angesehen hat oder nicht. Auf Android-Geräten oder Windows Phones besteht zudem die Möglichkeit, einen Kontakt zu blockieren, von dem man keine Videos erhalten möchte. In den kommenden Monaten soll diese Funktion auch für iPhone verfügbar werden.

Bei neu eingegangene Videomitteilungen werden Skype-Qik-Nutzer per Benachrichtigung informiert. Hat der Empfänger einer Videonachricht die App nicht installiert, erhält er eine SMS mit dem Download-Link. Herunterladen lässt sich die App aus Google Play, Apples App Store und Microsofts Windows Phone Store.

Einige Monate bevor Microsoft Skype gekauft hatte, hatte 2011 Skype für 100 Millionen Dollar den Video-Messaging-Anbieter Qik übernommen. Wie ein Microsoft-Sprecher betonte, hat die jetzt verfügbar gemachte App mit Qik nichts außer dem Namen gemeinsam.



[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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