Snapchat-Client Snapsaved gibt erfolgreichen Hacker-Angriff zu

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Dabei wurden laut Snapsaved allerdings lediglich 500 MByte Bilder entwendet. Daraufhin hat der Betreiber eigenen Angaben zufolge seine gesamte Website und die Datenbank gelöscht. Ein Unbekannter behauptet auf Pastebin hingegen, ein Snapsaved-Administrator habe Hackern den Zugang zur Datenbank ermöglicht.

Die Eigentümer von Snapsaved.com – einem Client für den Messaging-Dienst Snapchat – haben eingeräumt, dass ein Teil der am Wochenende veröffentlichten Bilder von rund 200.000 Snapchat-Anwendern von ihren Servern stammen. Laut The Guardian gab das Unternehmen eine erfolgreiche Hackerattacke zu. Demnach entwendeten die Unbekannten etwa 500 MByte Bilder.

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“Ich möchte die Öffentlichkeit darüber informieren, dass Snapsaved.com gehackt wurde”, berichtet ein Sprecher des Unternehmens auf Facebook. “Nachdem wir den Einbruch in unsere Systeme festgestellt haben, haben wir die gesamte Website und die zugehörige Datenbank gelöscht. Soweit wir das überblicken können, betrifft der Einbruch 500 MByte Bilder und keinerlei persönliche Informationen aus unserer Datenbank.”

Auf Pastebin behauptet ein anonymer Nutzer dagegen, ein Administrator der Snapsaved-Website habe einem oder mehreren Hackern Zugriff auf die Inhalte verschafft. “Die von dieser Site veröffentlichten Inhalte wurden uns von einem Administrator der Seite zur Verfügung gestellt. Nutzer konnten ungehindert alle Medien auf der Website sichten und pro Nutzerkonto aufrufen.” Später habe der Administrator sogar ein vollständiges Verzeichnis aller Inhalte erstellt und auf einer anderen Website zum Download bereitgestellt.

Diesen Vorwurf hat Snapsaved auf seiner Facebook-Seite allerdings zurückgewiesen. “Das Verzeichnis, auf das sich der Nutzer bezieht, war niemals öffentlich zugänglich.” Ein Fehler in der Konfiguration eines Apache-Servers kann The Guardian zufolge jedoch unter Umständen dazu führen, dass ein Inhaltsverzeichnis der Website für einen Angreifer sichtbar ist. Der unbekannte Pastebin-Anwender habe jedoch keine Angaben dazu gemacht, wie die Hacker die Inhalte im Einzelnen abgerufen haben.

Im November 2013 verzeichnete Snapsaved 10.000 Besucher auf seiner Website. Aktuellere Nutzerzahlen liegen nicht vor. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass die meisten Anwender aus Schweden, Norwegen und den USA stammen. Gegenwärtig ist die Snapsaved-Website nicht erreichbar.

Die von Hackern am Wochenende veröffentlichte Datenbank mit Bildern und Videos von rund 200.000 Snapchat-Nutzern soll knapp 13 GByte groß sein. Der Fotograf Holly Rhodes behauptet in einem Kommentar zu Snapsaveds Facebook-Eintrag, er sei im Besitz der Datenbank. Sie enthalte nahezu 100.000 Bilder und 10.000 Videos.

Snapchat selbst weist jegliche Verantwortung zurück. “Snapchatter wurden durch die Nutzung von Drittanbieter-Apps für den Versand und dem Empfang von Snaps zu Opfern, ein Vorgehen, dass wir in unseren Nutzungsbedingungen ausdrücklich verbieten, weil es die Sicherheit unserer Nutzer kompromittiert”, so das Unternehmen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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