Was Sie jetzt schon über Windows 10 wissen sollten

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Die Microsoft-Manager Terry Myerson (links) und Joe Belfiore haben in San Francisco Windows 10 vorgestellt (Bild: Microsoft).

2015 bringt Microsoft die nächste Version seines Betriebssystems auf den Markt. Auf Windows 8 folgt Windows 10. ITespresso gibt Antworten auf einige der wichtigsten Fragen, die sich nach der Vorstellung des Betriebssystems Ende September ergeben haben.

Im Oktober 2012 hatte Microsoft Windows 8 veröffentlicht. Wirklich angenommen wurde es von den Nutzern aber bis heute nicht. Im September dieses Jahres kam es nur auf rund 13 Prozent aller Rechner zum Einsatz – und blieb damit weit hinter Windows 7 und sogar Windows XP zurück. Mit der kommenden Windows-Version 10, die Microsoft Ende September vorgestellt hat, will es seine Nutzer wieder begeistern. ITespresso beantwortet die nach der Ankündigung am häufigsten gestellten Fragen.

Die Microsoft-Manager Terry Myerson (links) und Joe Belfiore haben in San Francisco Windows 10 vorgestellt (Bild: Microsoft).
Die Microsoft-Manager Terry Myerson (links) und Joe Belfiore haben in San Francisco Windows 10 vorgestellt (Bild: Microsoft).

1. Wann kann ich auf Windows 10 umsteigen? Wie viel wird es kosten?

Erwartet wird, dass Microsoft das Betriebssystem Mitte 2015 veröffentlichen wird – vermutlich nach der Build Developer Conference im April. Wer nicht so lange warten will, kann sich für das Windows-Insider-Programm anmelden und eine frühe Preview verwenden. Dabei ist jedoch nicht auszuschließen, dass sie diverse Fehler enthält und instabil ist. Den Preis für die finale Version von Windows 10 hat der Softwarekonzern noch nicht bekannt gegeben.

2. Was ist aus Windows 9 geworden?

Windows 10 soll Microsoft zufolge das letzte große Update für das Betriebssystem werden und eine grundlegende Veränderung herbeiführen, wie Windows funktioniert. Um das zu verdeutlichen, hat der Softwarekonzern eine Versionsnummer übersprungen. So zumindest die offizielle Begründung.

Einige Entwickler vermuten, dass die Wahrheit weitaus weniger spektakulär ist: Der Name Windows 9 hätte bei älteren Drittanwendungen zum Problem werden können. Um festzustellen, ob eine Anwendung auf Windows 95 oder 98 läuft verwenden deren Entwickler für die Abfrage nicht den Wert 95 oder 98 sondern fragen nach Windows mit 9 im Namen. Letzendlich ist der Name ja aber gleichgültig – festzuhalten bleibt nur, dass Windows 9 eben übersprungen wurde.

3. Ich habe einen Desktop-PC und ein Tablet. Funktioniert Windows 10 auf beiden Geräten?

Windows 10 hat Microsoft nicht speziell für PCs entwickelt. Das Betriebssystem wird auf allen Geräten laufen, vom Desktop-PC bis zum Smartphone. Dabei passt sich die Benutzeroberfläche jeweils entsprechend dem Endgerät an.

4. Wie sieht es mit Apps aus?

Apps werden auch unter Windows 10 verfügbar sein. Details zur Funktionsweise von Apps unter der nächsten Windows-Version nannte Microsoft bislang nicht. Bekannt ist bisher nur, dass Nutzer die Möglichkeit haben sollen, eine App im Windows Store zu kaufen und auf allen ihren Geräten zu verwenden. Wahrscheinlich müssen Entwickler ihre Apps universell gestalten, um das gleiche Aussehen und die gleiche Handhabung zu gewährleisten – unabhängig von den Möglichkeiten und der Größe des Geräts.

5. Die “Modern”-Apps im Vollbildmodus waren eine Qual. Sind sie in Windows 10 immer noch enthalten?

Die für Touch-Displays optimierten Vollbild-Apps kamen erstmals mit Windows 8 und sind auch als “Metro-” oder “Modern”-Design bekannt. Sie sind weiterhin in Windows 10 enthalten, aber sie werden optional sein. Nutzt man beispielsweise ein 2-in-1-Gerät, wie das Surface Pro 3, mit einer angeschlossenen Tastatur, sieht man den Standard-Desktop mit dem Startmenü, wie man ihn aus Windows 7 kennt. Entfernt man die Tastatur, können Nutzer auf den Touchscreen-Modus von Windows 8 wechseln.

6. Ich habe einige Modern-Apps gekauft, werde ich sie unter Windows 10 weiterhin nutzen können?

Es ist noch zu früh, um zu sagen, wie Entwickler von Windows-8-Apps auf die Veränderungen reagieren werden. Microsoft hat jedoch einige seiner eigenen Vollbildschirm-Modern-Apps gezeigt, die im Fenstermodus laufen.

Windows 10 verfügt wieder über ein Startmenü, das Microsoft gegenüber Windows 7 um Live-Kacheln erweitert hat (Bild: Microsoft).
Windows 10 verfügt wieder über ein Startmenü, das Microsoft gegenüber Windows 7 um Live-Kacheln erweitert hat (Bild: Microsoft).

7. Was ist mit dem Startmenü?

Microsoft hat sich die Kritik am Windows-8-Startmenü zu Herzen genommen und ein neues entwickelt. Das Startmenü von Windows 10 orientiert sich an dem altbekannten Design früherer Windows-Versionen. Es befindet sich wie gewohnt auf der linken Seite des Bildschirms und zeigt die bekannten Einträge mit Verknüpfungen an. Ganz verschwunden sind die Live-Kacheln von Windows 8 allerdings nicht. Sie lassen allerdings vom Nutzer in das neue Startmenü einfügen und anpassen.

8. Was hat sich außer den Apps in Windows 10 noch verändert?

Microsoft hat die Funktion überarbeitet, mit der sich Anwendungen schneller nebeneinander anordnen lassen. Unter Windows 10 können nun bis zu vier Apps gleichzeitig dargestellt werden. Auch die Unterstützung von mehreren Desktops ist nun enthalten. Auf diese Weise lassen sich Apps für die Arbeit an einer Stelle platzieren und schneller auf den Desktop zurück wechseln. Neu ist zudem eine Schaltfläche, die sämtliche geöffneten Dateien, Fenster und Desktops anzeigt.

9. Läuft Windows 10 auf meinem Computer?

Noch ist nicht bekannt, welche Systemanforderungen Windows 10 hat. Mit Windows 8.1 führte Microsoft die Voraussetzung eines 64-Bit-Computers ein, wodurch einige veraltete Prozessoren nicht mehr unterstützt wurden. Allerdings sollten alle Geräte, die ab jetzt bis zur Markteinführung von Windows 10 verkauft werden, problemlos zur nächsten Windows-Version kompatibel sein.

[mit Material von Nate Ralph, News.com]

Tipp der Redaktion: Sie sind neugierig auf Windows 10, haben aber zur Installation der derzeit verfügbaren, frühen Preview weder eine extra Festplatte noch einen Testrechner zur Verfügung? Dann empfiehlt sich die Installation mit der kostenlosen Virtualisierungslösung Virtualbox von Oracle. Die Kollegen der ITespresso-Schwestersite ZDNet.de zeigen, wie das Schritt für Schritt funktioniert.