Entertainment Pad von Asus und ProSieben nun vorbestellbar

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Entertainment Pad (Bild: Asus)

Die beiden Partner hatten das Tablet bereits auf der IFA vorgestellt. Jetzt ist das 8 Zoll große Tablet mit Intels Atom-Prozessor Z3745 und Android 4.4 bei ausgewählten Handelspartnern zum Preis von 149 Euro vorbestellbar. Die werden es dann – ebenso wie der Hersteller selbst – in den nächsten Tagen ausliefern.

Asus hat heute bekannt gegeben, dass das ProSieben Entertainment Pad ab heute vorbestellbar ist. Diese Möglichkeit besteht bei ausgewählten Handelspartnern. Dabei handelt es sich um Media Markt, Saturn, Amazon und Otto. Außerdem wird es demnächst im Online-Shop von Asus erhältlich sein. Bei den Farben stehen Schwarz, Weiß, Lila und Gold zur Auswahl.

Entertainment Pad (Bild: Asus)

Das 8 Zoll große IPS-Display stellt 1280 mal 800 Bildpunkte dar. Der 16 GByte große interne Speicher Speicher lässt sich per Micro SD-Steckplatz um bis zu 64 GByte erweitern. Herzstück ist der Intel-Prozessor Atom Z3745, der mit vier Kernen und 1,33 GHz Takt (1,86 im Burst-Modus) arbeitet. Das Gewicht des 8,8 Millimeter dicken Android-4.4-Tablets gibt Asus mit 330 Gramm an. Und wie bei Asus üblich stehen die hauseigene Audiotechnologie SonicMaster und die Stereo-Lautsprecher für ordentliche Beschallung.

Das Entertainment Pad kommuniziert per WLAN und verfügt über einen Micro-USB-Anschluss. Es unterstützt zudem Bluetooth 4.0, GPS und Glonass. Da es in erster Linie für den Medienkonsum gedacht ist, müssen Käufer des Entertainment Pads mit einer 2-Megapixel-Kamera in der Rückseite und einer 0,3-Megapixel-Kamera in der Vorderseite auskommen. Der Akku hat eine Kapazität von 4000 mAh und soll im Betrieb bis zu neun Stunden durchhalten.

Die Besonderheit des Tablets ist aber weniger in der technischen Ausstattung, als vielmehr in der vorinstallierten Software zu suchen. Die Asus-Oberfläche ZenUI findet sich zwar auch anderswo, die für das ProSieben Entertainment Pad von Intel eigens entwickelte “Media Bar” dagegen nicht. Sie bietet den direkten Zugriff auf TV, Video und Musik – wobei natürlich Angebote der ProSieben-Gruppe im Vordergrund stehen.

So gibt es Live-Fernsehen von ProSieben, SAT.1, Kabeleins, SIXX, SAT.1 Gold und ProSieben MAXX. Daneben stehen mit 7TV und im Maxdome-Paket Filme und Serien auf Abruf bereit. Für das Musik-Streaming setzen die Partner auf den Dienst Deezer – und nicht der von ProSiebenSat.1 vor einem Jahr gestaretet Konkurrenzdienst Ampya. Ebenfalls Teil des Software-Pakets sind der Direktzugang zu zahlreichen Online-Shopping Portalen sowie Reise- und Wetterservices, E-Books und News.

Was auf einem PC als Crapware bezeichnet würde, ist hier also ganz gezielt Programm. Um das Paket attraktiv zu machen, werden laut den Anbietern Gutscheine im Gegenwert von mehr als 100 Euro mitgeliefert. Der Betrag errechnet sich aus dem ansonsten kostenpflichtigen Abo-Angebot von 7TV (2,99 Euro pro Monat), der Gebühr für den Streaming-Dienst Deezer (9,99 Euro pro Monat), den Kosten für den Fitness-Coach Gymondo (14,99 Euro pro Monat), die jeweils die ersten drei Monate lang kostenlos nutzbar sind. Hinzu kommt der Rabatt auf das Maxdome-Paket. Das kostet regulär 7,99 Euro pro Monat, steht aber Käufern des Entertainment Pad in den ersten vier Monaten für den Preis von einem Monat zur Verfügung. Außerdem gewähren ausgewählte Shopping-Portale Rabatte beim nächsten Einkauf.

Das Entertainment Pad ist nicht der erste Versuch von Asus, Tablets quasi als Trägermedium für Software in den Markt zu bringen. Erst kürzlich hat der Hersteller mit dem 199 Euro teuren Windows-Tablet VivoTab 8 M81C einen ähnlichen Ansatz vorgelegt – allerdings steht da mit der enthaltenen Jahreslizenz für Microsoft Office 365 (die im Monat normalerwiese 10 Euero kostet) eine ernsthaftere Nutzung im Vordergrund.

Wie erfolgreioch der Versuch ist, kann nach der kurzen Zeit, in der das Angebot existiert, noch nicht gesagt werden. Bekannt ist allerdings, dass ein Versuch von Amazon vor zwei Jahren, sein Tablet Kindle Fire durch Werbung gegenfinanziert günstig in den Markt zu bringen, kläglich scheiterte. Nur wenige Tage später kündigte der Konzern eine etwas teurere Version ohne Werbung an.

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