Android-Tablets werden mit Dell Cast zu Desktops

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Dell Cast with Screen

Ein HDMI-Stick, die passende Software und ein Fernseher oder Monitor verwandeln das Tablet in einen PC. Für die Arbeit mit der Bildschirmspiegelung lassen sich Tastatur und Maus oder der Touchscreen nutzen. Die Anwendung dazu wird auf Dells Tablets vorinstalliert.

Mit seiner Lösung Dell Cast eifert der texanische PC-Hersteller anderen Anbietern von HDMI-Sticks nach, die den Mobilrechner durch Fernseher- oder Monitoranbindung zum vollwertigen PC machen. Aber während Produkte wie Hama Screenshare und Conrads HDMI-Stick günstiger sind, die Iconbit-Dongles und Google Chromecast sich vor allem auf das Streaming konzentrieren, verspricht Dell, eine vollwertige Arbeitsstation über den reinen Videoaspekt hinaus zu liefern.

Dell Cast Stick
Dells HDMI-Stick soll mehr sein als nur ein Tool zur Bildschirmspiegelung (Bild: Dell).

Das Screen Mirroring von Tablets über den HDMI-Stick ist nur die Grundlage. Die zugehörige Software verbindet Dells Android-Tablets der Produktfamilie Venue als vollständigen Desktop mit Tastatur und Maus. Der Anschluss an einen großen Bildschirm, so Dell, mache das Arbeiten mit Tablets produktiver.

Der Adapter wird in ein Fernsehgerät oder einen Monitor gesteckt; er empfängt drahtlos Daten vom Tablet und sorgt für die Wiedergabe. Um die Stromversorgung kümmert sich eine zusätzliche USB-Verbindung zum Bildschirm. Hat der Monitor kein USB, sind externe Adapter für den Energiezufluss via USB erhältlch.

Dell Cast with Screen
Der “Produktivitätsmodus” lässt das Tablet wie einen PC arbeiten (Bild: Dell).

Die Dell-Cast-Software kann in zwei Modi arbeiten: Im Entertainment-Modus werden Inhalte vom Tablet auf das größere Display übertragen, beispielsweise für die Wiedergabe von Filmen oder Fotos. Die Inhalte werden aber weiterhin mit dem Tablet gesteuert. Im Produktivitäts-Modus ist eine vollständige Interaktion mit dem Tablet möglich: Adapter und Software fungieren als “Wireless Dock” und machen Monitor und Tablet zum vollständigen Desktop, auf dem mit Tastatur und Maus gearbeitet werden kann. Ein eigenes User-Interface arbeitet wie herkömmliche Windows-Desktops etwa mit Kacheln (aber noch unter Android), öffnet mehrere Browser-Fenster und kann in separaten Windows Dokumente anlegen und editieren.

Dell will das Produkt in den kommenden Wochen in ausgewählten Ländern in Europa – darunter auch Deutschland – anbieten. Die Software dazu wird künftig auf Dell-Venue-Android-Tablets vorinstalliert. Für Europa hat Dell noch keine Preisempfehlungen ausgesprochen. In den USA kostet Dell Cast 79,99 Dollar. Erfahrungsgemäß ist mit einem ähnlichen Betrag in Euro zu rechnen.

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