Markt für E-Reader legt trotz Tablet-Boom leicht zu

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Tolino Shine (Bild: Tolino-Allianz)

Allerdings schwächt sich das Wachstum gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. Im laufenden Jahr soll der Absatz um 12 Prozent auf 1,2 Millionen Geräte steigen. Im Vorjahr lag das Plus noch bei 60 Prozent. Den zu erwartenden Umsatz beziffert der Branchenverband mit 114 Millionen Euro.

Nach einer aktuellen Prognose des Bitkom zum Markt für E-Reader auf Basis von Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) legt der Umsatz in dem Segment im laufenden Jahr trotz zunehmender Konkurrenz durch Tablets weiter zu. Allerdings schwächt sich das Wachstum deutlich ab. Der Verband geht von einem Absatzplus von 12 Prozent auf 1,2 Millionen Geräte im laufenden Jahr aus. 2013 lag der Zuwachs noch bei 60 Prozent, damals wurden 1,09 Millionen Geräte verkauft.

Der Markt für E-Reader wächst auch 2014 weiter, aber voraussichtlich deutlich langsamer (Grafik: Bitkom)
Der Markt für E-Reader wächst auch 2014 weiter, aber voraussichtlich deutlich langsamer (Grafik: Bitkom).

“E-Reader spielen ihre Vorteile bei Akkulaufzeit, Gewicht und Augenfreundlichkeit aus. Das schätzen vor allem Nutzer, die sehr lange am Bildschirm lesen”, sagt Timm Hoffmann, Bitkom-Experte für Digital Media. Den Prognosen zufolge legt der Umsatz mit E-Readern in Deutschland 2014 um 7 Prozent auf 114 Millionen Euro zu. Der Durchschnittspreis eines Geräts liegt derzeit bei 94 Euro, das sind 4 Euro weniger als im Vorjahre. Im kommenden Jahr rechnet der Branchenverband mit einem weiteren Absatzwachstum.

Reine E-Reader haben im Vergleich zu Tablets Vor- und Nachteile. Tablets sind vielseitiger: Mit ihnen können Nutzer Fotos oder Videos speichern und abspielen, im Internet surfen, Musik hören oder unterschiedliche Apps nutzen. Bitkom-Prognosen zufolge werden im laufenden Jahr in Deutschland rund 9,2 Millionen Tablets verkauft.

E-Reader sind hingegen mit einem Durschnittsgewicht von rund 200 Gramm wesentlich leichter und können so auch lange Zeit bequem mit einer Hand gehalten werden. Die meist verwendete E-Ink-Technologie ermöglicht sehr kontrastreiche Schwarz-Weiß-Bildschirme, die sich selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen lassen und die Augen bei längerem Lesen weniger ermüden als andere Displays. Schließlich bieten E-Reader im Vergleich zu Tablets deutlich längere Akkulaufzeiten. Sofern ausschließlich die Lesefunktion genutzt wird, können sie bei bis zu zwei Monaten liegen.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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