Libreoffice 4.3.2 löst Probleme beim Austausch komplizierter Dokumente

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LibreOffice (Bild: The Document Foundation)

Das “kleine” Update der Open-Office-Abspaltung löst vor allem Programmfehler. Die meisten der über 80 Änderungen beseitigen Probleme beim Lesen und Schreiben der Microsoft-Office-Formate DOCX, XLSX and PPTX. Oft bereiteten geschachtelte Dokumenteninhalte Schwierigkeiten.

Das Open-Source-Office-Paket Libreoffice 4.3.2 ist kurz vor dem vierten Jahrestag der Libreoffice-Abspaltung von Open Office fertiggestellt worden. Der “Fork” des offenen Systems wird von der Open Document Foundation mit Zentrale in Berlin betreut. Hier hat man sich auf “Interoperabiität” eingeschworen und misst daher dem kleinen Update hohe Bedeutung zu. Die neue Version beseitigt großteils Probleme beim Austausch mit Microsoft Office.

Libreoffice: vierter Geburtstag
Kurz vor seinem vierten Geburtstag bekommt Libreoffice mit dem Update auf Version 4.3.2 weitgehend fehlerfreien Austausch mit Microsoft Office geschenkt (Bild: The Document Foundation).

Die Release Notes berichten über die einzelnen Änderungen in Stufe 1 und Stufe 2 der Verbesserungs- und Erweiterungs-Arbeiten. Darunter finden sich Korrekturen an Tabellenhintergrund-Importen über OOXML, an falsch benannten Seitenumbrüchen in DOCX-Dokumenten oder beim fehlerhaften Öffnen von OLE-Objekten. Kleine Unterschiede in Kopf/Fußzeilendarstellung zum Ursprungsformat, nicht funktionierende Textfarbenänderung in Impress, korrekte Positionierung von Bildern aus RTF-Dateien sowie fehlerhafte Übernahme von UTF-8-Zeichen sind nur einige Beispiele aus einer langen Liste perfektionistischen Fine-Tunings.

Das Update ist ab sofort als Download verfügbar. Auch die Quellcodes sind hier erhältlich.

Zum vierten Geburtstag des Projekts zieht die Stiftung dahinter auc eine kleine Bilanz. Sie habe in den vergangenen 48 Monaten mindestens drei Software-Entwickler pro Monat zum Mitmachen gewinnen können und eine weitaus höhere Zahl von Freiwilligen für Lokalisierung, Marketing und Produktentwicklung in vielen Ländern. Die kostenlose Programm-Suite ist inzwischen in über 100 Sprachen erhältlich. Die Community funktioniere deshalb so gut, weil man nicht nach Verkaufszielen arbeiten müsse und vor allem die Nutzerinteressen im Visier habe, erklärt Eliane Domingos, brasilianische Vize-vorsitzende bei The Document Foundation.

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