AWS bootet zahlreiche EC2-Instanzen neu

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Die Aktion ist Teil einer heute in Angriff genommenen Wartungsmaßnahme. Sie dauert ingesamt bis zum 30. September. Bis dahin wird Amazon eine nicht näher genannte Zahl von EC2-Instanzen neu starten. Wahrscheinlich ist ein Patch für eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke im Open-Source-Hypervisor Xen der Grund dafür.

Amazon Web Services führt an seiner Elastic Compute Cloud (EC2) umfassende Wartungsarbeiten durch. In deren Rahmen müssen weltweit zahlreiche EC2-Instanzen neu gebootet werden. Offenbar ist der Grund eine Sicherheitslücke. Details dazu will Amazon erst am 1. Oktober veröffentlichen. Es wird allerdings vermutet, dass es sich um einen Fix für eine Schwachstelle im Open-Source-Hypervisor Xen handelt.

AWS bootet am 26. September zahlreiche EC2-Instanzen neu.
AWS bootet im Zuge von Wartungsarbeiten ab 26. September zahlreiche EC2-Instanzen neu.

In einer E-Mail informiert AWS seine Kunden, dass die Instanzen ab dem 26. September um 4 Uhr Morgens neu gestartet werden. Die Wartungsmaßnahme dauere bis zum 30. September an. Wie AWS ebenfalls mitteilt, haben Nutzer keine Möglichkeit, auf die Wartung oder deren Zeitpunkt Einfluss zu nehmen.

Rightscale, ein Anbieter von Tools für das Cloud Portfolio Management, weist darauf hin, dass sich der angekündigte Reboot von früheren unterscheide. Es seine zwar nur etwa zehn Prozent aller Instanzen betroffen, dafür sei es nicht möglich, Instanzen vor Abschluss der Wartung neu zu starten. Denn dann können Amazon nicht sicherstellen, dass der Nutzer einen bereits gepatchten Host erhält.

“Der zweite Punkt ist der wirklich entscheidende”, heißt es im Rightscale-Blog. “Normalerweise, wenn unser Ops-Team eine Wartungsbenachrichtigung bezüglich bestimmter Instanzen erhält, starten wir sie so schnell wie möglich und wie es uns am besten passt neu. Wenn dann das Wartungsfenster erreicht ist, sind unsere Instanzen bereits auf Hosts, die schon gewartet wurden. Dieses Mal gibt es aufgrund des Umfangs der Wartung nicht genug gepatchte Kapazitäten, um das zu garantieren.”

Im AWS-Nutzer-Forum beschweren sich zahlreiche Kunden über das Vorgehen. Sie seien zu kurzfristig informiert worden und könnten nun die Dienste nicht mehr überwachen, die möglicherweise von den Neustarts betroffen sind. In Bezug auf mögliche Ausfälle erklärte ein Support-Mitarbeiter von AWS, die Reboots würden schrittweise ausgeführt, um eine gewisse Redundanz zu bieten. Die Updates müssten aber schnell erfolgen, da es sich um “eilige Sicherheitspatches” für einen Teil der AWS-EC2-Instanzen handle.

Doug Grismore, bei AWS für den Betrieb der EC2-Instanzen verantwortlich, gibt jedoch zu, dass es Kunden möglich sein sollte feststellen, ob ihre Instanzen von einer anstehenden Wartung oder einem Neustart betroffen sind. “Wir arbeiten daran, so schnell wie möglich etwas abzuliefern, auf das Sie sich verlassen können”, schreibt Grismore im AWS-Support-Forum.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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