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Terminplaner Doodle kündigt Expansion nach Berlin an

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Die Eröffnung eines Büros in der Hauptstadt ist Anfang 2015 geplant. Von dort aus sollen vor allem das Online-Marketing und die Weiterentwicklung der Mobil-Anwendungen betrieben werden. Der Online-Terminplaner erneuert aber zugleich sein Bekenntnis zu Zürich, dem Hauptsitz des Unternehmens.

Im Zuge seiner Expansion wird Doodle Anfang 2015 ein Büro in Berlin eröffnen. Dort sollen dann zunächst zehn Mitarbeiter das internationale Geschäft des Online-Terminplaner unterstützen. Sie werden sich vor allem auf das Online-Marketing und die Weiterentwicklung der Mobil-Anwendungen von Doodle konzentrieren.

Doodle-CEO Michael Brecht (Bild: Doodle)
Doodle-CEO Michael Brecht (Bild: Doodle)

“Berlin passt mit seiner Dynamik und Internationalität hervorragend zu unserer globalen Wachstumsoffensive, die wir in diesem Jahr gestartet haben”, erklärt Doodle-CEO Michael Brecht in einer Pressemitteilung. Er betont gleichzeitig aber auch die anhaltende Bedeutung von Zürich für das Unternehmen: “Zürich ist und bleibt unser Hauptsitz. Doodle ist eine Schweizer Erfolgsgeschichte – und unsere exzellenten Kontakte zur ETH sind von großer Bedeutung für den weiteren technischen Ausbau der Doodle-Plattform.

Die internationale Expansion war Anfang des Jahres mit der Ernennung von Michael Brecht zum CEO vorbereitet worden. Er übernahm den Posten zum 1. Februar. Im Rahmen der Neuaufstellung des Online-Terminplaners zogen sich damals die beiden Gründer Michael Näf und Paul E. Sevinç, die bis dahin als CEO beziehungsweise CTO agierten, zurück. Außerdem hatte die Mediengruppe Tamedia, der seit 2011 bereits 49 Prozent von Doodle gehören angekündigt, ihren Anteil im Laufe des Jahres zu erhöhen und in den internationalen Ausbau des Dienstes investieren zu wollen.

Dem Plan zur internationalen Expansion ging die Erweiterung des Angebots voraus: Mit BookMe kam 2013 ein Angebot für Dienstleister hinzu, die damit Termine mit ihrer Kundschaft über eine Web-Oberfläche koordinieren können. Für Angebote wie Catering, Massage oder Pflegedienstleistungen ist auch die Abrechnung über die Plattform möglich. Allerdings stammt immer noch der Großteil der Einnahmen aus Online-Werbung, nur ein kleiner Teil kommen aus Einnahmen für die Premium-Angebote.

Die Nutzerzahlen konnte Doodle eigenen Angaben zufolge von rund 15 Millionen vor einem Jahr auf derzeit etwa 20 Millionen erhöhen. Damit wächst der Dienst nicht so schnell, wie manche Web-Offerten aus den USA, kann aber eine solide Steigerungsrate vorweisen. CEO Brecht ist daher optimistisch: “Ob Klettverschluss, Würfelzucker oder Tubensenf – viele Schweizer Erfindungen haben sich in den letzten Jahrzehnten auch weltweit durchgesetzt. Warum sollte uns das mit Doodle nicht gelingen?”

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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