Samsung gibt Verkauf von Notebooks in Europa auf

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Samsung Ultrabook Ativ Book 9 2014 Edition (Bild: Samsung)

In anderen Regionen sollen die Geräte aber weiterhin angeboten werden. Samsung begründet den Schritt als notwendige Anpassung an die Marktbedingungen. Betroffen sind davon auch All-in-One-PCs sowie Mobilrechner mit Chrome OS. In allen Segemnten ereichte der koreanische Hersteller in der Vergangenheit nur bescheidene Marktanteile.

Samsung wird sich in Europa aus dem PC-Markt zurückziehen. “In Europa stellen wir den Laptop-Verkauf inklusive Chromebooks fürs Erste ein – was nicht notwendigerweise die Bedingungen in anderen Märkten widerspiegelt. Wir werden die Marktbedingungen weiter gründlich überwachen und weitere Anpassungen vornehmen, um unsere Konkurrenzfähigkeit in aufstrebenden PC-Kategorien zu erhalten”, teilt Samsung in einer Stellungnahme mit.

Samsung gibt den Verkauf von Notebooks - etwa dem Ultrabook Ativ Book 9 2014 Edition - in Europa auf (Bild: Samsung).

Man werde in Europa künftig weder Chromebooks – also Mobilrechner mit Googles Chrome OS – noch PCs oder Notebooks mit Windows mehr anbieten. Auf andere Regionen habe der Strategiewechsel keine Auswirkung, so Samsung weiter. In Deutschland bietet der Hersteller laut Website Notebooks, All-in-One-PCs und Chromebooks sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen an.

Allerdings zählt das koreanische Unternehmen nicht zu den Top-5-Anbietern: In Deutschland nehmen diese Plätze Lenovo, Hewlett-Packard, Acer, Asus und je nach Quartal Dell oder Fujitsu ein. Zusammen kommen sie auf deutlich mehr als die Hälfte des PC-Marktes. Außerdem ist seit Jahren zu beobachten, dass die anderen Marktteilnehmer tendenziell Anteile an die fünf oder sechs größten Anbieter verlieren.

In Westeuropa nimmt Hewlett-Packard immer noch den Spitzenplatz ein – gefolgt von Lenovo, dass vor alelm in Deutschland von den Stückzahlen seiner Tochter Medion profitiert. Außerdem zählen regelmäßig Acer, Asus sowie Dell und auf dieser Ebene gesehen auch Apple zu den fünf Herstellern mit den höchsten Absatzzahlen. Bei der Betrachtung des gesamten westeuropäischen Marktes fällt zudem auf, dass seit Jahren der Anteil der unter “Andre” zusammengefassten Hersteller noch einmal deutlich – ungefähr fünf Prozent – unter dem in Deutschland liegt.

Neben Samung kämpfen auch andere Hersteller mit Schwierigkeiten in dem Marktsegment – und ziehen Konsequenzen daraus. So hatte Sony bereits im Februar seine gesamte PC-Sparte an eine Investmentgesellschaft verkauft. Auch der japanische Hersteller erklärte, er reagiere damit auf “drastische Veränderungen in der weltweiten PC-Branche”. Allerdings war bei ihm der Schritt Teil einer breitere angelegten Umstellung von Portfolio und Strategie.

Mit Toshiba hat kürzlich ein zweites japanisches Unternehmen angekündigt, seine PC-Sparte umzubauen – und zum Auftakt erst einmal 900 Mitarbeiter entlassen. Ziel ist es, sich künftig auf das Geschäft mit Firmen konzentrieren. Laut Toshiba ist das Consumer-Geschäft zu unbeständig und soll deutlich zurückgefahren werden.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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