Lenovo muss Notebook-Käufer wegen WLAN-Problem entschädigen

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Lenovo Logo (Bild: Lenovo)

Die Anwälte des Unternehmens und die Initiatoren einer Sammelklage haben sich auf eine Entschädigungszahlung von insgesamt 70 Millionen Dollar geeinigt. Geklagt worden war wegen eines Designfehlers bei den 2012 ausgelieferten Notebooks IdeaPad U310 und U410. Durch den Fehler kam es zu WLAN-Problemen.

Lenovo will in den USA den Streit mit Käufern der Notebook-Modelle IdeaPad U310 und U410 durch eine Vergleichszahlung von 70 Millionen Dollar beilegen. Damit soll eine in Kalifornien eingereichte Sammelklage beigelegt werden. In dem Verfahren ging es um einen Designfehler bei den 2012 ausgelieferten Geräten, aufgrund dessen die WLAN-Verbindung langsam war oder gleich ganz unterbrochen wurde.

Lenovo hat sich jetzt mit Käufern der Notebooks IdeaPad U310 und U410 über eine Entschädigung geeinigt.

Lenovo sowie Kläger, darunter Garrett Kacsuta, der der Initiator der Sammelklage, haben der Einigung am Montag bereits zugestimmt. Nun muss das zuständige Bezirksgericht die Vereinbarung noch absegnen. Dessen Entscheidung wird für den 15. Dezember erwartet. Lenovo wollte keine Stellungnahme abgeben.

Der in Kalifornien lebende Kacsuta hatte die Sammelklage auf den Weg gebracht, nachdem er damit gescheitert war, Lenovo dazu zu bewegen, sein Gerät zu reparieren. Seiner Klage schlossen sich schließlich 83.000 weitere Personen an.

Lenovo will jedem der Sammelkläger einen Gutschein im Wert von 250 Dollar für einen Einkauf auf seiner Website ausstellen oder alternativ eine Entschädigung von 100 Dollar zahlen. Das Unternehmen bietet zudem kostenlose Reparaturen für ihre Notebooks an und will die Garantie ab dem Zeitpunkt der Reparatur um ein Jahr erweitern. Kunden, die eine Reparatur bereits aus eigener Tasche bezahlt haben, sollen ihr Geld nach Vorlage der Rechnung erstattet bekommen.

In Lenovos Support-Foren und auf E-Commerce-Seiten hatten sich Beschwerden über die besagten IdeaPad-Modelle gehäuft. Diese Tatsache wollte sich der Hersteller im Lauf des Prozesses zunutze machen, indem er argumentierte, dass die Probleme öffentlich bekannt waren und er daher nicht im Nachhinein dafür haftbar gemacht werden könne. Diese Argumentation wies der zuständige Richter jedoch zurück.

[mit Material von Björn Greif, TZDNet.de]

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