Larry Ellison leitet seinen Rückzug bei Oracle ein

Software
Larry Ellison (Bild: Jiangxiang Hui / ZDNet China)

Er gibt den Posten als CEO ab. Seine Nachfolge treten die langjährige Finanzchefin Safra Catz und der ehemalige HP-Chef Mark Hurd an. Ellison übernimmt den Posten des Chief Technology Officer. Außerdem wurde er vom Board of Directors zum Executive Chairman ernannt.

Larry Ellison tritt von seinem Posten als Chief Executive Officer bei dem von ihm gegründeten Softwarekonzern Oracle zurück. Er übergibt das Amt an eine Doppelspitze: Es übernehmen die langjährige Finanzchefin Safra Catz sowie Mark Hurd, ehemaliger HP-Chef und inzwischen Präsident bei Oracle. Ellison bleibt allerdings als Chief Technology Officer und Executive Chairman des Board of Directors an Bord. Dafür rückt Jeff Henley, der in den vergangenen zehn Jahren den Verwaltungsrat geleitet hat, auf die Stelle des Stellvertreters.

Larry Ellison (Bild: Jiangxiang Hui / ZDNet China)
Larry Ellison auf einer Oracle-Veranstaltung 2012 in China (Bild: Jiangxiang Hui / ZDNet China).

Catz und Hurd hatten bereits zuletzt den größten Teil des Tagesgeschäfts verantwortet. Catz leitete die Bereiche Produktion, Finanzen und Recht. Hurd die Abteilungen Verkauf und Service. An dieser Aufteilung wird sich nach Unternehmensangaben künftig nichts ändern. “Wir drei haben in den vergangenen Jahren gut zusammengearbeitet”, wird Ellison in einer Pressemitteilung zitiert. “Wir planen, unsere Zusammenarbeit in absehbarer Zukunft fortzusetzen. Der Erhalt dieses Management-Teams war immer eine meiner Top-Prioritäten.” Software und Hardware fallen weiterhin in Ellisons Verantwortungsbereich.

Nach Ansicht einiger Analysten sprechen die jüngsten Bilanzen des Softwarekonzerns nicht unbedingt für eine gute Zusammenarbeit in der obersten Führungsebene. Beispielsweise konnt Oracle im ersten Fiskalquartal 2015, das am 31. August endete, seinen Umsatz lediglich um drei Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar steigern. Der Nettogewinn stagnierte bei 2,2 Milliarden Dollar. Der Non-GAAP-Gewinn lag bei 0,62 Dollar je Aktie. Damit blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Die Software- und Cloud-Umsätze stiegen in dem Zeitraum um 6 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar. Im Bereich Software- und Platform-as-a-Service verbesserte sich Oracle um 32 Prozent auf 337 Millionen Dollar. Das gesamte Cloud-Geschäft erzielte zwischen Juni und August ein Plus von 30 Prozent. Die Hardwaresparte dagegen erwirtschaftete mit 1,2 Milliarden Dollar 8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

Tipp: Wie gut kennen Sie Hightech-Firmen, die an der Börse notiert sind? Testen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen