Mobilitäts-App Allryder zeigt nun ÖPNV-Details 13 deutscher Großstädte an

MobileMobile AppsStart-UpUnternehmen
Allryder Logo

Die kostenfreie App ermöglicht Zeit- und Preisvergleiche nicht nur für Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, sondern auch für Kunden der Carsharing-Dienste Car2go und DriveNow. Auch die Fahrradverleihdienste Call a Bike und Nextbike lassen sich in den Vergleich der für Android und iOS verfügbaren App einbeziehen.

Die im Frühjahr dieses Jahres mit einer Pilotphase gestartete App Allryder geht in die nächste Runde. Die Entwickler haben ihr dazu ein neues Design verpasst sowie zahlreiche neue Funktionen mitgegeben. Außerdem sind nun die ÖPNV-Verbindungen 13 deutscher Großstädte sowie von Wien und Dublin integriert.

Allryder Funktion Live Local (Bild: Allryder)

Allryder hilft Nutzer bei der Planung ihrer kleineren und größeren Reisen. Ziel ist es, dazu verkehrsmittelübergreifende Vorschläge zu machen, wie der Weg von A nach B zurückgelegt werden kann. Die App steht damit grundsätzlich im Wettbewerb mit Angeboten wie Qixxit hinter dem die Deutsche Bahn steht und GoEuro, das erst kürzlich seine zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen hat – sich aber eher für die Reiseplanung bei längeren Strecken eignet. Bei Allryder dagegen steht ganz die Fortbewegung innerhalb der Stadt oder zumindest im Umfeld großer Städte im Mittelpunkt. Anspruch ist es, dem Nutzer aus einer Hand das zu bieten, wofür er sonst eine App für den ÖPNV, mindestens je eine App für Car,- und Bikesharing sowie für das Taxi benötigt. Gleichzeitig soll er Allryder nicht nur in seiner Heimatstadt, sondern auch in anderen Städten verwenden können.

Das funktioniert jetzt in allen Großstädten Deutschlands, in Wien sowie in Dublin. Konkret deckt die App, die für Android und iOS zum Download bereit steht, in Deutschland Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Dortmund, Bochum, Essen, Bonn, Duisburg, Oberhausen und Wuppertal beziehungsweise die Verkehrsverbünde VBB, BVG, HVV, VRR, VRS, MVV/MVG und VVS ab.

Es fehlen also noch wichtige Großstädte wie Frankfurt am Main, Bremen, Dresden, Leipzig, Hannover, Nürnberg oder der Raum Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg. In diesen Städten und allen anderen Regionen können Interessenten die Beta nutzen, die kontinuierlich erweitert werden soll. Auf der Website lässt sich zudem eine Wunschstadt angeben – in der Hoffnung, die Entwicklung dafür dann zu beschleunigen. Wer möchte, kann sich dort auch eintragen und dann per E-Mail benachrichtigen lassen, wenn seine Stadt hinzugekommen ist.

Allryder-Nutzer verschaffen sich mit dem sogenannten Dashboard zunächst einen Überblick. Dort lassen sich auch die meistgenutzen Routen abrufen – in den bereits abgedeckten Gebieten dann mit Live-Informationen zu Abfahrtszeiten und Fahrtmöglichkeiten. Die Funktion “Live & Lokal” zeigt auch in bislang nicht besuchten Orten – sofern diese erfasst sind – an, welche Transportmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zur Verfügung stehen. Eine Karte zeigt den Standort – und wie von dort weg.

Allryder wurde von Tom Kirschbaum, Maxim Nohroudi und Stefan Kellner in Berlin gegründet. Den Schritt begründen sie im Firmen-Blog recht simpel: Die Statistik zeige, dass immer mehr Menschen in Städten ohne eigenes Auto auskommen – oder auskommen müssen. Aber auch die, die eines haben, erfreuen sich nicht nur daran: Sie entwickeln unterschiedliche Strategien und betreiben erheblichen Aufwand um Staus zu vermeiden. Der Umstieg auf Alternativen wird ihnen aber auch nicht leicht gemacht: Sich bei ÖPNV, Car- oder Bikesharing zurechtzufinden oder bei der Nutzung unterschiedlicher Angebote mit Karten und Routenplanern zu manövrieren, stellt eine erhebliche Umstellung dar. Diesen Prozess soll die App Allryder, indem sie eben alle Angebot einfach erschließbar und leicht zugänglich macht, beschleunigen.

“Wir hoffen durch diese Erleichterung mehr Menschen davon zu überzeugen, das Auto mal stehen zu lassen. Es geht nicht um den völligen Verzicht”, erklärt das Unternehmen. Ein Beispiel mache deutlich, was schon eine kleine Geste bewirken könne: Würden 100.000 Menschen an einem Tag im Monat ihr Fahrzeug, das für den Arbeitsweg ungefähr drei Liter Sprit verbraucht, stehen lassen, spare das 300.000 Liter Sprit ein – wodurch sich der CO2 Ausstoß um mehrere Tausend Tonnen reduziere.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen