Google macht Panoramio in absehbarer Zeit dicht

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Panoramio Brandenburger Tor (Screenshot: ITespresso)

Das hat der zuständige Produktmanager auf der Photokina 2014 in Köln angekündigt. Das Angebot soll in das 2013 vorgestellte Views überführt werden. Dieser Dienst soll allerdings vor der Integration noch technisch auf Vordermann gebracht werden. Bisher war er nur für die Rundum-Bilder der Photo-Sphere-Community gedacht.

Google plant, den Foto-Sharing-Dienst Panoramio an absehbarer Zeit einzustellen. Wie der zuständige Produktmanager Evan Rapoport auf der Photokina 2014 in Köln erklärte, bietet Panoramio eine zu geringe Auswahl an mit Geodaten versehenen Bildern, um den Ansprüchen an Google Maps gerecht zu werden. Im Panoramio-Forum erklärt Rapoport, der Dienst werde in das Ende Juli 2013 gestartete Views überführt. Damit schaffe man für Nutzer eine Anlaufstelle für ihre Photo-Sphere– und traditionellen Panoramabilder haben.

Panoramio Brandenburger Tor (Screenshot: ITespresso)
Panoramio umfasst eine Sammlung von über 80 Millionen mit Geodaten versehener Bilder – dennoch zu wenig für Google Maps (Screenshot: ITespresso.de).

“Bevor irgendwelche Bilder umgezogen werden, werden wir sicherstellen, dass Views eine Funktionsreife erlangt hat, die die Ansprüche der Community erfüllt”, so der für Views verantwortliche Produktmanager weiter. “Noch sind wir nicht an diesem Punkt, aber wir arbeiten aktiv daran, die von der Community gemeldeten Probleme zu beheben.” In der Zwischenzeit könnten Nutzer Panoramio wie gewohnt weiterverwenden.

Der 2005 von zwei spanischen Unternehmenr gestartete Foto-Sharing-Dienst Panoramio erlaubt es Nutzern, mit Geodaten versehene Bilder hochzuladen, sodass deren Aufnahmeort auf einer Karte angezeigt werden kann. Der Service hat zwar nie die Größe ähnlicher Dienste wie Yahoos Flickr erreicht, aber mit den Jahren bei Google an Bedeutung gewonnen, weil dort vorhandene Bilder in Google Maps eingebunden werden konnten. Aktuell sind bei Panoramio über 80 Millionen Bilder verfügbar.

Inzwischen kann Google allerdings für dort verwendete udn benötigte Fotos auf andere Quellen zurückgreifen. Zunächst führte es die Photo-Sphere-App für Android und kürzlich auch für iOS ein. Mit ihr lassen sich 360-Grad-Aufnahmen erstellen und in Google Maps bereitstellen. Vergangene Woche öffnete es zudem Views für alle Arten von Bildern, nicht nur die sogennanten “Photo-Spheres”. Von Google genehmigte Fotos erscheinen für den ausgewählten Ort dann am unteren Rand der Karte auf Google Maps.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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