WhatsApp: Update kann Einstellungen beim Datenschutz aushebeln

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WhatsApp Logo (Screenshot: ITespresso)

Das jüngste Update von WhatsApp wirkt sich bei vielen Anwendern auf die Sichtbarkeit des eigenen Status aus. Sie sollten daher ihren aktuellen Status vorsichtshalber überprüfen und die Einstellungen gegebenenfalls wieder anpassen.

Das Update von WhatsApp auf Version 2.11.9 (iOS) respektive 2.11.383 (Android) modifiziert einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge auch die Einstellungen zur Privatsphäre. Sie werden nicht wie bisher üblich automatisch übernommen. Dem Blatt zufolge betrifft das vor allem Nutzer, die bei den Datenschutzeinstellungen angegeben hatten, dass “Niemand” ihren Status oder ihr Profilbild sieht. Sie sollten jetzt prüfen, ob diese Einstellung nach dem Update nicht auf “Jeder” gesetzt wurde. Denn damit wäre ihr Online-Status und ihr Bild für jeden anderen Nutzer sichtbar.

Das Update von WhatsApp auf Version 2.11.9 (iPhone) respektive 2.11.383 (Android) modifiziert möglicherweise die Einstellungen zur Privatsphäre.
Das Update von WhatsApp auf Version 2.11.9 (iPhone) respektive 2.11.383 (Android) modifiziert möglicherweise die Einstellungen zur Privatsphäre.

Allerdinsg sind offensichtlich nicht alle Anwender betroffen. Auf den getesteten Geräten in der Redaktion veränderte sich beispielsweise der Status nicht. Anwender, die selber nachschauen wollen, können das unter Einstellungen, Account und Datenschutz überprüfen. Dort sehen sie ihren aktuellen Status und können diesen bei Bedarf auch anpassen.

Trotz aller Kritik in der Vergangenheit hat der Messaging-Dienst WhatsApp, der im Februar von Facebook für 19 Millarden Dollar übernommen wurde, nach wie vo sehr populär: Eigenen Angaben zufolge wird der Dienst derzeit von rund 600 Millionen Menschen genutzt.

Kurz nach der Übernahme hatte zum Beispiel die Stiftung Warentest aufgrund der ihrer Ansicht anch unzureichenden Datenschutzvorkehrungen von der Nutzung von WhatsApp abgeraten. Im Mai äußerten dann Juristen und Verbraucherschützer Kritik an den AGB des Messengers – vor allem wegen dem weitreichenden Zugriff auf Bildrechte, der schwammigen Formulierung zur Nutzung durch minderjährige sowie der Tatsache, dass die AGB nur in Englisch zur Verfügung stehen.

Tipp der Redaktion: Die PSW Group aus Fulda hat einen kostenlos und ohne Registrierung nutzbaren Online-Konfigurator zur Verfügung gestellt, mit dem Anwender sich unter zwölf gängigen Messenger-Apps die für sie geeignetste heraussuchen können. Dazu lassen sich einzelne Aspekte in den Kategorien Verbreitung, Usability, Informationssicherheit und Sonstige je nach Bedarf gewichten.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, ZDNet.de]

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