Online-Meetings: LogMeIn startet deutsche Version von Join.me

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Logo von Join.me

Bisher wurden mit der englischsprachigen Version vor allem Nordamerika, Großbritannien, Australien und Neuseeland bedient. Laut Anbieter ist Deutschland dennoch auf Platz zehn bei der Anzahl der Nutzer. Der Anteil soll nun rasch ausgebaut werden – unter anderem durch aggressive Preise.

LogMeIn hat die deutsche Version seines Online-Meeting-Angebots Join.me gestartet. Die für ihre Fernwartungsprodukte bekannte US-Firma geht damit denselben Weg wie ihre deutschen Konkurrenten Teamviewer – das schon lange Online-Kollaboration anbietet – und Netviewer, das inzwischen von Citrix gekauft wurde und als Citrix Online unter anderem mit GoToMeeting und GoToWebinar am Markt aktiv ist.

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Gegenüber traditionelleren Anbietern von Webkonferenzen soll Join.me durch einfachere Benutzerführung und flexiblere Nutzungsmöglichkeiten punkten. Als flankierende Maßnahme für die Markteinführung verweist LogMeIn auf eine Untersuchung des Analystenhauses Ovum, wonach Führungskräfte durch verzögerte Startzeiten von Online-Meetings pro Jahr 5,5 Tage verschwenden. Schuld seien “komplexe Webkonferenz-Tools und damit verbundene technische Probleme”. Daher hätten zwei Drittel der Einkäufer in Unternehmen den Auftrag, einfacher zu nutzende Kollaborations-Lösungen zu beschaffen, um die Effizienz ihrer Unternehmen zu erhöhen.

Ihnen wird Join.me wird in drei Preis- und Leistungsstufen angeboten. Die Version “Basic” erlaubt die sofortige Bildschirmfreigabe sowie VoIP-Gespräche. Dafür steht auf der Join.me-Website eine Software zum Download bereit. Die “Pro”-Variante kann nach einem kostenlosen Test für rund 13 Dollar pro Nutzer und Monat verwendet werden. Sie erlaubt Online-Besprechungen mit unbegrenzten Audiofunktionen für bis zu 25 Teilnehmer. Wer weiterreichende Administrationsfunktionen braucht, kann auf die “Enterprise”-Variante zurückgreifen. Die Kosten dafür liegen bei 19 Dollar pro Nutzer und Monat. Sie werden jährlich gesammelt abgerechnet.

Als Besonderheiten bewirbt der Anbieter, dass ab der Pro-Variante aufwärts zur Einwahl Konferenztelefonnummern in über 40 Ländern zur Verfügung stehen, so dass sich Teilnehmer vielfach über die für sie günstigste Nummer einwählen können. Abgehaltene Webkonferenzen lassen sich zudem mit einem Knopfdruck aufzeichnen und in dem beim ebenfalls von LogMeIn betriebenen Online-Speicher Chubby sichern. Dafür stehen dort fünf GByte Speicher kostenlos zur Verfügung. Als weitere Komfortfunktionen der Bezahlvarianten sind das Outlook-Plug-in zur Terminplanung, die Möglichkeit, Hintergrund und URL anzupassen, sowie die Möglichkeit reiner Telefonkonferenzen zu nennen.

Bei Teamviewer ist die Nutzung für Privatpersonen immer kostenlos. Nutzer in Firmen zahlen pro Jahr 499 Euro für den ersten PC. Darüber lassen sich Meetings mit bis zu 15 Teilnehmern organisieren. Für jeden weiteren “Host”-Computer in der Firma fallen dann nur noch 99 Euro pro Jahr an. Außerdem gibt es für 998 Euro eine Premium-Variante, die flexibel von jedem Ort Meetings mit bis zu 25 Teilnehmern erlaub und eine Corporate-Version, mit der dann mehrere – nämlich bis zu drei – parallele Meetings möglich sind. Sie kostet aktuell 1990 Euro.

Bei GoToMeeting werden für Konferenzen mit ebenfalls bis zu 25 Teilnehmern im Jahresabo 372 Euro verlangt. Da sind ebenso wie bei Teamviewer Aufzeichnung und kostenfreie Einwahlnummern schon enthalten. Für umfangreichere Meetings, mit bis zu 100 Teilnehmern, bietet Citrix Online eine ansonsten grundsätzlich funktionsgleiche Variante an, die 432 Euro pro Jahr kostet. Daneben gibt es zum Beispiel von der Deutschen Telekom Angebote mit Flatrates für Telefon- und Webkonferenzen, von Brother den ab 19 Euro pro Monat erhältlichen Dienst Omnijoin, von Cisco Webex und viele weitere Angebote.

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