Dell präsentiert neue Generation seiner Poweredge-Server

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Dell präsentiert dei 13. Generation seiner Poweredge-Server (Bild: Dell)

Alle fünf zunächst verfügbaren Modelle sind mit Xeon-E5-2600v3-Prozessoren von Intel ausgerüstet. Zu den Neuerungen gehören auch zahlreiche Erleichterungen für Administratoren. Außerdem hat Dell begonnen, einen Teil seines in den vergangenen Jahren zugekauften Storage-Know-hows in die Server zu bringen.

Dell hat die mittlerweile 13. Generation seiner Poweredge-Server vorgestllt. Ab sofort werden fünf neue Server-Modelle ausgeliefert, die mit Xeon-E5-2600v3-Prozessoren von Intel ausgestattet sind. Diese bieten bis zu 18 Kerne pro CPU. Bei den Neuvorstellungen handelt es sich um die Rack-Server Poweredge R730xd, R730 und R630, den Blade-Server M630 sowie den Tower-Server T630.

Dell präsentiert dei 13. Generation seiner Poweredge-Server (Bild: Dell)

Bei der Entwicklung der aktuellen Server-Generation hat Dell den Schwerpunkt auf die Ergänzung durch und das bessere Zusammenspiel mit Storage-Komponenten gelegt, sich andererseits aber auch bemüht, die Administzration zu vereinfachen. Beispielsweise werden Firmware-Versionen direkt im Server beziehungsweise durch den Lifecycle-Controller in einem bestimmten Speicherbereich des Servers vorgehalten. Dieser kann so eingerichtet werden, dass er etwa Shares nach solchen Updates durchsucht und sie anschließend automatisch herunterlädt.

Auch der Umfang des agentenlosen Monitorings und Managements wurde vor allem im Storage-Bereich erweitert. Beispielsweise die Einrichtung oder Überwachung des RAID-Controllers funktionieren nun komplett autark und virtuelle Disks lassen sich direkt aus der Hardware heraus auf dem Server erzeugen. Außerdem ist ab sofort die Überwachung von JBODs möglich und die neue Server-Generation zu Ubuntu-Systemen kompatibel.

Mit Zero Touch Deployment will Dell erreichen, dass die Poweredge-Server vor Ort weitgehend automatisiert aufgesetzt und eingerichtet werden und dass möglichst wenig Know-How vor Ort benötigt wird. Ein denkbares Szenario wäre beispielsweise, dass dem Server eine XML-Profildatei per DHCP mitgegeben wird, in der die komplette Konfiguration steht. Der Server erkennt eine solche Datei und nimmt die Einstellungen automatisch vor. Eine weitere Profildatei könnte etwa festlegen, welche Firmware-Stände der Server nutzen soll und diese herunterladen.

Eine ISO-Datei, die das Installationsmedium des jeweiligen Server-Betriebssystems enthält, kann dem Server ebenso mitgegeben und durch diesen im Nachgang installiert werden. Alternativ lassen sich Profildatei und Firmware-Updates auch vor Ort über einen USB-Stick einspielen. Der USB-Stick simuliert dabei eine virtuelle USB-Netzwerkkarte.

Mit Openmanage Mobile auf einem Android-Smartphone (und laut Dell künftig auch auf Geräten mit iOS) sowie einer aktivierten NFC-Funktion kann sich ein Administrator nun optional auch per Nahfunktechnik am Server anmelden und dessen Verwaltung übernehmen. Ist Troubleshooting vor Ort notwendig, können so Log-Daten ausgelesen werden. Hierbei erlaubt das Feature iDRAC QuickSync das Senden und Empfangen solcher Status-Daten innerhalb von Openmanage Mobile. Auch Konfigurationsinformationen können so an das Mobilgerät übermittelt werden.

Bei den Modellen der aktuellen Poweredge-Generation wurde nicht nur die Performance durch den Einsatz neuer CPUs und die Verwendung von DDR4-Speicher verbessert, sondern auch ein besonderes Augenmerk auch auf den Bereich Storage gelegt. Der Poweredge R630 ist Dells erster Hybrid-Storage-Server mit 1,8-Zoll-SATA-Flash-Laufwerken. Im Vergleich zu 2,5-Zoll-SSDs erzielen diese mit der gleichen Kapazität laut Dell 2,4-mal soviel IOPS.

Bis auf den Poweredge R730 können dei neuen Server alle zudem mit NVMe-Express-Flash-Speicher ausgestattet werden, der sich etwa mit Dell Fluid Cache for SAN kombinieren lässt. Dabei handelt es sich um eine Storage-Lösung, die Caching-Software mit PCI-Express-SSDs verknüpft. Dadurch soll der Datenzugriff beschleunigt werden.

Der Poweredge R730xd bietet eine Speicherkapazität von bis zu 100 TByte und wurde für Anwendungen konzipiert, die viel lokalen Storage beanspruchen. Hierzu zählt Dell etwa Microsoft Exchange oder Storage Spaces. Außerdem wurde die Mailbox-Größe gegenüber der vorherigen Server-Generation um bis zu 50 Prozent erhöht.

Optionale Dual-PERC-9-Controller sollen den 13G-Servern darüber hinaus eine Verdoppelung der RAID-Performance bei sehr großen Datenmengen ermöglichen. Zusätzlich hat Dell gemeinsam mit den neuen Poweredge-Servern auch speziell dafür konzipierte DAS-Lösungen (Direct Attached Storage) vorgestellt. Die Systeme Dell MD1400 und MD1420 sollen eine kostengünstige Erweiterung von Speicherkapazitäten, eine Verdopplung der Bandbreite sowie eine deutlich höhere Performance im Vergleich zur Vorgängergeneration ermöglichen.

[mit Material von Rainer Schneider, ZDNet.de]

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