Smartphone-Preise geben nach Vorstellung der IFA-Neuheiten nach

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Smartphones (Bild: CNET)

Die IFA in Berlin hat sich spätestens in diesem Jahr neben CES und MWC als dritte, große Ankündigungsplattform für die Smartphone-Hersteller etabliert. Das bemerken auch die Online-Marktplätze: Das Verkaufsportal 7mobile.de etwa berichtet von deutlichen Preisabschlägen auf gängige Modelle aufgrund der angekündigten Nachfolger.

Die Produktzyklen bei Smartphones werden immer kürzer und die Preise für ältere Modellreihen fallen entsprechend stark. Das hat das Portal 7mobile.de, das Handys, Smartphones und Tablets mit und ohne Tarif vermarktet, bei einer Gegenüberstellung der Preise von gängigen Geräten festgestellt. Verglichen wurden dafür die Tiefstpreise mehrere Modelle ab ihrer Markteinführung. Anlass der Untersuchung war die diese Woche in Berlin zu Ende gehende IFA.

Smartphone-Preise geben nach Vorstellung der IFA-Neuheiten nach (Bild: CNET)

Der deutlichste Preisverfall ist demnach bei den Serien Nokia Lumia, Sony Xperia und den früheren Galaxy-Modellen von Samsung festzustellen. Letzteres hat ITespresso auch bereits in einem Überblick im April 2014 festgestellt. Entgegen dem Trend entwickelten sich im Frühjahr die Preise der Samsung-Baureihen Galaxy S3 und S4. Sie sanken zunächst langsamer und stiegen dann sogar wieder an. Der Grund dafür ist laut 7mobile.de, dass der Hersteller aufgrund schlechter Quartalszahlen Händlerrabatte und Werbekostenzuschüsse kürzte.

Bei Smartphones mit Windows 8 ist der Preisverfall besonders deutlich. Die Nachfrage ist gering und die zunächst aufgerufenen hohen Einstiegspreise sinken deutlich schneller als bei der Konkurrenz. Die Preise verschiedener Nokia-Lumia-Modelle fallen innerhalb von weniger als einem Jahr um rund die Hälfte. Beispielsweise lag der Preis für das Nokia Lumia 1020 lag sechs Monate nach der Markteinführung nur noch bei 47 Prozent der ursprünglichen UVP.

Die Auswertung der Smartphone-Presie durch 7mobile.de (Grafik: 7mobile.de)
Das Verkaufsportal 7mobile.de berichtet von deutlichen Preisabschlägen auf gängige Modelle aufgrund der zur IFA angekündigten Nachfolger (Grafik: 7mobile.de).

Die Produkte von Apple bleiben in der Regel preisstabil. Auch wenn neue Modelle auf den Markt kommen, sinken die Endkundenpreise für neue, bisherige Geräte kaum. Die Preise für die Modelle iPhone 4S, iPhone 5 und iPhone 5S sanken innerhalb eines Jahres nach Markteinführung im Schnitt um etwa 20 Prozent.

Anders sieht es aus, wenn man sein gebrauchtes iPhone verkaufen möchte: Wie eine frühere Übersicht über die Ankaufspreise der wichtigsten Portale zeigte, sacken die Beträge, die die Second-Hand-Spezialisten zu zahlen bereit sind, direkt nach der Markteinführung eines neuen Apple-Smartphones aufgrund des hohen Angebotsvolumens deutlich ab: Es gibt eben doch viele Fans, die immer das aktuelle Gerät haben wollen. Eine gute Gelegenheit für Sparfüchse, sich vergleichsweise günstig mit dem Vorjahresmodell zu versorgen.

Die Untersuchung von 7mobile.de bestätigt zudem, was man ohnehin schon länger vermuten durfte: Es lohnt sich nicht, das neueste Gerät direkt zur Markteinführung zu kaufen: Dann orientieren sich Händler an der hoch angesetzten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers. Innerhalb weniger Wochen pendeln sich die Preise dann allerdings meist auf einem 10 bis 20 Prozent niedrigeren Niveau ein.

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