Vodafone empfiehlt Kunden nun technischen Support aus der Crowd

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Der Netzbetreiber arbeitet dafür mit dem Dienstleistungsportal Mila zusammen. Dieses vermittelt sogenannte Vodafone Service Friends, die bei Problemen mit Handys, Smartphones, Tablets, Internetzugang, Computer sowie TV und Multimedia helfen. Das neue Angebot ist zunächst auf Berlin beschränkt, soll aber bald ausgebaut werden.

Vodafone hat mit dem Dienstleistungsportal Mila ein crowd-basierendes Portal für technischen Support ins Leben gerufen. Unter www.mila.com/vodafone sollen Verbraucher lokale und erschwingliche Hilfe bei technischen Problemen buchen können. Über die Website werden sogenannte Vodafone Service Friends vermittelt, die sich Problemen mit Handys, Smartphones, Tablets, Internetzugang, Computer sowie TV und Multimedia annehmen sollen. Das Angebot ist zunächst auf Berlin beschränkt, soll aber schon bald auf weitere Städte ausgedehnt werden.

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Über das Vermittlungsportal Mila lassen sich nun – zunächst nur in Berlin – auch “Vodafone Service Friends” buchen.

“Im Rahmen unserer neuen Multi-Kanalstrategie schaffen wir jetzt ganz neue Formate. In Zukunft liefern wir unseren Kundenservice überall dort, wo sie uns brauchen, ob im Shop, im Netz, auf dem Handy oder jetzt auch in den eigenen vier Wänden”, erklärt Robert Hackl, Geschäftsführer Commercial Operations bei Vodafone Deutschland, in einer Pressemitteilung. Während die traditionellen Betreuungskonzepte nach wie vor über Vodafone-Mitarbeiter abgewickelt werden, soll der neue Service beim Kunden zu Hause über die via Mila vermittelten Vodafone Service Friends erbracht werden.

Über die von Mila bereitgestellte Plattform können Nutzer mit den Vodafone Service Friends kommunizieren, um die Details der Transaktion zu vereinbaren. Die Anbieter halten dort ein Profil mit Foto, Beschreibung ihrer Kenntnisse und Schwerpunkte sowie den Tarifen bereit. Derzeit wird der Dienst grundsätzlich nach Zeitaufwand abgerechnet. Für eine Stunde werden von den Anbietern zwischen 7 und 30 Euro verlangt.

Außerdem kann über die Mila-Plattform auch die Zahlung abgewickelt werden. Dafür stehen EC- und Kreditkarte sowie die Zahlung per Paypal bereit. Alternativ können Kunden beim Helfer auch Bar bezahlen. Im Nachgang zur technischen Unterstützung dient das Portal zudem zur Bewertung der Vodafone Service Friends. Neben der Website stehen für die nutzung des Mila-Dienstes Apps für Android und für iOS zur Verfügung. Über die lassen sich natürlich auch alle anderen dort angebotenen Dienstleistungen buchen.

Die Vodafone Service Friends arbeiten unabhängig. Für Nutzer des Dienstes wichtig zu wissen ist, dass laut Mila-AGB kein Vertragsverhältnis zwischen ihnen und Vodafone, sondern lediglich mit dem Helfer besteht. Dieser ist auch nicht in irgendeiner Wise von Vodafone zertifiziert, der Begriff Vodafone Service Friend wird lediglich als Suchhilfe bezeichnet. Daher haften im Streitfall auch nur Mila und der Dienstanbieter persönlich, nicht dagegen jedoch Vodafone.

Um selbst Vodafone Service Friend zu werden, muss man zunächst Kunde bei Vodafone und volljährig sein. Außerdem werden natürlich Kenntnisse zu IT und Telekommunikation vorausgesetzt. Welche Schwerpunkte die jeweilige Person dabei hat, kann sie während der Registrierung angeben. Außerdem fällt laut AGB die Übernahme sämtlicher Pflichten, die im Zusammenhang mit dem Anbieten der über Mila beworbenen Produkte und Dienstleistungen obliegen – also das Bezahlen von Steuern, Sozialabgaben und Versicherungsbeiträgen ausschließlich in den Verantwortungsbereich des Anbieters.

Erprobt wurde das Vorgehen bereits im Rahmen eines Pilotprojekts in der Schweiz. Die auch in Zürich präsente Firma Mila hat dort mit den Swisscom Friends im November 2013 begonnen und bereits erste Erfahrungen gesammelt. In Deutschland ist es nun die erste Kooperation des Unternehmens mit einem Netzbetreiber.

Tipp der Redaktion: Der Drucker spinnt, der WLAN-Router will nicht und zu allem Überfluss verabschiedet sich Windows alle zehn Minuten mit einer wirren Fehlermeldung. So können Sie nicht arbeiten? Müssen Sie auch nicht – zumindest versprechen das Dienstleister, die per Fernwartung IT-Support leisten. ITespresso.de gibt eine Marktübersicht und hat die Anbieter einem kleinen Praxistest unterzogen.

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