Netgear bringt SIM-Lock-freien LTE-Hotspot mit Dual-Band-WLAN

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Netgear Aircard_785

Der Netgear Aircard AC785 bindet über einen integrierten WLAN-Access-Point bis zu 15 Geräte an. Der mobile Hotspot ist entsperrt und daher nicht an die Dienste eines bestimmten Mobilfunkanbieters gebunden. Per optional erhältlicher Cradle-Dockingstation kann das Gerät unter anderem mit einem externen WLAN-Router verbunden werden.

Netgear erweitert seine Produktpalette um den mobilen, LTE-fähigen Hotspot Aircard AC785 sowie um die als Zubehör erhältliche LTE-Dockingstation Cradle DC113A. Der Netzwerkausrüster hat beide Produkte im Rahmen der IFA in Berlin vorgestellt. Der Hotspot eignet sich laut Hersteller unter anderem für kleine Unternehmen und temporäre oder saisonale Arbeitsplätze, an denen es nur begrenzten Zugang zur traditionellen Breitbandinfrastruktur gibt. Während der Netgear Aircard AC785 ab diesem Monat für 149,99 Euro (UVP) in den Handel kommt, wird der Netgear Cradle DC113A im Laufe des vierten Quartals 2014 zur unverbindlichen Preisempfehlung von 49,99 Euro erhältlich sein.

Die LCD-Anzeige des Netgear Aircard AC785 stellt neben der Akkulaufzeit und dem Netzwerknamen auch die Anzahl der aktuell verbundenen Nutzer sowie das verbrauchte Datenvolumen an (Bild: Netgear).
Die LCD-Anzeige des Netgear Aircard AC785 stellt neben der Akkulaufzeit und dem Netzwerknamen auch die Anzahl der aktuell verbundenen Nutzer sowie das bereits übertragene Datenvolumen dar (Bild: Netgear).

Aufgrund des integrierten WLAN-Access-Points kann das Gerät nach den Standards 802.11 b/g/n gleichzeitig im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband funken und bis zu 15 Wireless-fähige Geräte anbinden. Das 2,4-GHz-Band kann dabei für eine größere Reichweite genutzt werden, wohingegen das 5-GHz-Band parallel zur Verbesserung der Leistung zum Einsatz kommt. Per Knopfdruck lassen sich nicht nur weitere Geräte hinzufügen, sondern kann auch Gastgeräten ein WLAN-Zugang zum Netzwerk gewährt werden. Des Weiteren können dank des WLAN-Verschlüsselungsmodus Geräte blockiert werden, die keinen Zutritt zum Aircard-Netzwerk erhalten sollen.

Mit der LTE-Dockingstation Cradle DC113A lässt sich der mobile Hotspot per Gigabit-Ethernet-Port unter anderem mit einem WLAN-Router im Heimnetzwerk verbinden und kann auf diese Weise auch Geräte anbinden, die nicht WLAN-fähig sind. Zwei eingebaute MIMO-Antennen sollen für höhere Geschwindgkeiten sorgen. Zwei TS9-Anschlüsse erlauben darüber hinaus die Anbindung externer Antennen. Außerdem lässt sich der Aircard AC785 als LTE-Modem einsetzen, wenn er an die Cradle DC113A angedockt ist. Damit kann der mobile Hotspot eine alternative Internetverbindung herstellen oder als Backup-Breitbandanbindung für Notfälle dienen – etwa dann, wenn der WLAN-Router gerade Spitzenbelastungen ausgesetzt ist.

Netgear Cradle DC113A
Die LTE-kompatible Dockingstation Netgear Cradle DC113A erlaubt unter anderem die Anbindung des mobilen Aircard-Hotspots an den heimischen WLAN-Router (Bild: Netgear).

Da der LTE-Hotspot ohne SIM-Lock kommt, lässt er sich laut Hersteller mit so gut wie jedem Mobilfunkanbieter in Europa nutzen. Auf Geschäftsreisen kann der Nutzer daher auch zu einem anderen Provider wechseln. Netgear stellt eine Liste unterstützter Mobilfunkanbieter auf seiner Homepage bereit. Ferner lassen sich mit dem Gerät auch monatlich gewählte Tarifoptionen nutzen. Ist der entsprechende Tarif einmal gewählt, muss der Anwender laut Netgear lediglich die SIM-Karte einsetzen, um den mobilen Hotspot anschließend in mehreren Sprachen betreiben zu können.

Alle relevanten Informationen können auf dem farbigen LC-Display des Geräts eingesehen werden. So lassen sich beispielsweise die verbundenen WLAN-Geräte sowie das bislang übertragene Datenvolumen, der Netzwerkname und die verbleibende Akkulaufzeit kontrollieren. Letztere beträgt laut Hersteller bis zu zehn Stunden.

Für die Inbetriebnahme des Aircard-Hotspots ist keine separate Software vonnöten. Netgear zufolge ist die Mehrzahl der Einstellungen für die gängigsten europäischen Telekommunikationsanbieter bereits vorkonfiguriert. Bedienen lässt sich der mobile Hotspot über die Netgear-Aircard-App, die für iOS sowie Android sowie den E-Book-Reader Kindle parat steht.

Der Netgear Aircard AC785 ist der Nachfolger des im Dezember 2013 präsentierten mobilen Hotspots Aircard AC762S. Bei diesem handelte es sich um Netgears ersten LTE-fähigen Hotspot ohne SIM-Lock. Damit konnten Nutzer das mobile Internet also schon unabhängig von Mobilfunknetz respektive Provider verwenden und entsprechende Datentarife auswählen. Aufgrund seines integrierten Modems ließen sich mit dem Aircard AC762S ebenso bereits WLAN-fähige Endgeräte ins Netz einbinden.

Im Gegensatz zum Nachfolgemodell konnte allerdings maximal zehn Nutzern Zugang gewährt werden. Auch Dual-Band-WLAN wurde noch nicht unterstützt. Dafür besitzt der aktuelle Aircard-Hotspot gegenüber dem Vorgänger keinen Micro-SD-Kartenslot zur drahtlosen Bereitstellung darauf abgelegter Daten für alle Hotspot-Anwender.

Auch Netgears Mitbewerber TP-Link hat kürzlich einen mobilen LTE-Hotspot vorgestellt. Dieser bietet nicht nur Unterstützung für Dual-Band-WLAN, sondern kann ebenso wie der Netgear Aircard AC785 bis zu 15 Endgeräte ins WLAN-Netz integrieren. Anders als das kommende Netgear-Modell offeriert der TP-Link M7350 die Möglichkeit, drahtlos Daten mit anderen an den Hotspot angebundenen Anwendern auszutauschen. Hierfür lassen sich bis zu 32 GByte fassende Speicherkarten in den entsprechenden Micro-SD-Kartenslot einstecken. Der TP-Link M7350 kommt im Laufe des September zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 119 Euro in Deutschland in den Handel.

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