Daimler erwirbt mytaxi-Anbieter Intelligent Apps

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Über seine Tochterfirma moovel GmbH übernimmt der deutsche Autobauer weiterhin den amerikanischen Mobilitätsplattform-Anbieter RideScout. Mit den Akquisitionen soll die Präsenz im internationalen Mobilitätsmarkt weiter ausgebaut werden.

Der deutsche Automobilhersteller Daimler erwirbt über seine Tochterfirma moovel GmbH den mytaxi-Anbieter Intelligent Apps und expandiert sein internationales Geschäft mit dem Kauf des amerikanischen Mobilitätsplattform-Anbieters RideScout. T-Venture sowie die anderen mytaxi-Investoren wie Xing-Gründer Lars Hinrichs treten ihre Anteile an Daimler ab. Ein Kaufpreis ist nicht bekannt.

mytaxi

“Wir freuen uns sehr, mytaxi und auch RideScout in der moovel-Familie willkommen zu heißen”, sagte Robert Henrich, CEO der moovel GmbH. “Mit der Übernahme von mytaxi und RideScout investieren wir in die Weiterentwicklung der urbanen Mobilität in Deutschland, in Nordamerika und in anderen Teilen der Welt. Gemeinsam wollen wir unsere Führungsrolle international ausbauen und auch in Zukunft als Pionier die Mobilität nachhaltig vereinfachen.”

2009 gestartet, ist mytaxi die weltweit erste App, die die Herstellung einer direkten Verbindung zwischen Fahrgast und Taxifahrer ermöglicht. In Deutschland erreicht der Dienst nach eigenen Angaben einen 40-prozentigen Marktanteil. Mit 45.000 angeschlossenen Taxis und über 10 Millionen Downloads ist sie weltweiter Marktführer unter den Taxi-Apps. Der Dienst steht inzwischen in mehr als 40 Städten in Deutschland sowie international in Wien, Graz, Salzburg, Zürich, Barcelona, Madrid, Warschau und Washington zur Verfügung. Bereits seit Anfang 2012 bestand dabei eine Unternehmensbeteiligung der moovel GmbH (damals als car2go GmbH) an mytaxi.

Die beiden mytaxi-Gründer Jan-Niclaus Mewes (CEO) und Sven Johannes Külper (CMO) sehen durch die Akquisition noch stärkere Wachstumschancen. “Mit moovel im Rücken kommen wir unserem Ziel, nicht nur in Europa, sondern zukünftig auch weltweit eine der größten und besten Taxi-Apps zu sein, einen gewaltigen Schritt näher”, sagte Niclaus Mewes, CEO von mytaxi. Pressesprecher Stefan Keuchel kündigt in einem Blog-Beitrag die Expansion von mytaxi auf weitere Städte an.

RideScout offeriert hingegen eine appbasierte Mobilitätsplattform, die in rund 70 Städten Nordamerikas den besten Weg von A nach B aufzeigt. “Mit der Integration von weit über 300 Mobilitätsdienstleistern bieten wir unseren Kunden eine nützliche und praktische Lösung für ihre individuelle Mobilität, um diese zu jedem Zeitpunkt schneller und auch intelligenter zu machen”, sagte Joseph Kopser, Gründer und CEO von RideScout. RideScout wurde 2011 von Joseph Kopser und Craig Cummings gegründet und hat seinen Firmensitz in Austin, Texas. Die moovel GmbH und Ridescout LLC werden auch in Zukunft als eigenständige Unternehmen agieren.

Im Gegensatz zum amerikanischen Fahrdienstvermittler Uber, der in Deutschland die Konfrontation mit den Taxifahrern sucht, will moovel das Taxigewerbe mit ins Boot holen. “Die Integration von mytaxi, ebenso wie unsere bestehende Beteiligung an der schnell wachsenden Limousinen-Vermittlung Blacklane, ist nicht gegen die etablierten Taxizentralen gerichtet. Ganz im Gegenteil möchten wir die Taxizentralen einladen, mit moovel und mytaxi eng und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um gemeinsam die Chancen des mobilen Internet zu nutzen. Wir werden uns daher in den kommenden Monaten intensiv um eine enge Zusammenarbeit mit den Taxizentralen kümmern”, erklärt moovel-Chef Henrich.

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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