XYZprinting präsentiert 3D-Drucker für unter 600 Euro

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Er bringt einige Tausend 3D-Modellvorlagen mit, die in einer Cloud-Datenbank gespeichert sind. Neu im Portfolio des Anbieters ist zudem eine Kombination aus 3D-Scanner und 3D-Drucker, die auf Knopfdruck 3D-Kopien von Objekten anfertigt. Beide Produkte werden auf der IFA präsentiert.

XYZprinting stellt auf der IFA einen 3D-Drucker mit einigen Tausend 3D-Vorlagen vor, der für unter 600 Euro zu haben sein wird. Der zur taiwanesischen Kinpo Group gehörende Anbieter präsentiert auf der Internationalen Funkausstellung außerdem eine 3D-Scanner/Drucker-Kombination – nach eigener Aussage erstmals in Europa.

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Neben einem 3D-Drucker zum Preis von unter 600 Euro präsentiert XYZprinting auf der IFA 2014 auch eine 3D-Scanner/Drucker-Kombination (Bild: XYZprinting).

Der 3D-Drucker soll zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 599 Euro erhältlich sein, aber dennoch qualitativ hochwertige Druckerzeugnisse liefern. Auch die Geräteinstallation geht laut XYZprinting intuitiv und leicht von der Hand.

Im Lieferumfang des Druckers finden sich nach Herstellerangaben einige Tausend 3D-Modellvorlagen, die der Anwender individuell anpassen kann und die in einer Cloud-Datenbank vorgehalten werden.

Ferner präsentiert XYZprinting auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin auch ein All-in-One-Gerät, welches sich aus einer 3D-Scanner/3D-Drucker-Kombination zusammensetzt. Laut Anbieter handelt es sich dabei um eine Europa-Premiere. Das Produkt soll noch in diesem Jahr – allerdings gegen Jahresende – auf den Markt kommen. Dem Hersteller zufolge können selbst Techniklaien 3D-Kopien von Objekten wie Schmuckstücken oder kleinen Statuen auf Knopfdruck in kürzester Zeit anfertigen. Für das 3D-All-in-One-Gerät macht der Hersteller gegenwärtig noch keine Preisangaben.

Auf alle Fälle hat er ehrgeizige Ziele: Beim Einstieg in das Marktsegment 3D-Drucker im vergangenen Jahr hat XYZPrinting Medienberichten zufolge das Ziel ausgegeben, bis Ende 2016 eine Million 3D-Drucker zu verkaufen. Zur Einordnung: Laut den Marktforschern von Canalys wurden im ersten Quartal 2014 weltweit von allen Herstellern zusammen lediglich insgesamt 26.800 Geräte verkauft. Damit werden frühere Prodgnosen deutlich unterschritten. Wohl auch daher hat zum Beispiel auch Gartner seinen Ausblick erst kürzlich nach unten korrigiert.

Ein 3D-Drucker für unter 600 Euro ist im Markt aktuell nur schwer ausfindig zu machen: Seit Mitte Mai ist in Deutschland der Plug-and-play-fähige 3D-Printer des Herstellers Omtec für 599 Euro erhältlich. Im April gab es hingegen einen Ansturm auf den bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter angebotenen Micro-3D-Drucker M3D. Er konnte zum Preis von 299 Dollar (rund 227 Euro) bestellt werden.

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