Unabhängiger Entwickler kündigt inoffizielles Service Pack 4 für Windows XP an

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Es laufe inzwischen “beinahe stabil” erklärt der Entwickler, der sich selbst Harkaz nennt, in den Release Notes. Das “Unofficial Service Pack 4” für Windows XP bringt keine neuen Funktionen, sondern fasst mehrere Microsoft-Updates zusammen. Microsoft rät von der Installation solcher Software ab.

Ein unabhängiger Entwickler namens Harkaz hat ein “Unofficial Service Pack 4” in einer Beta-Version vorgestellt. Die laufe derzeit “nahezu stabil” und liefere Updates für die meisten Windows-XP-32-Bit-Komponenten wie Windows Media Center oder Tablet PC. Neue Funktionen kann und will der Entwickler mit dem Handle Harkaz nicht liefern.

Der Entwickler Harkaz hat ein inoffizielles Service Pack 4 für Windows XP angekündigt

Das inoffizielle Service-Pack ist damit eine Sammlung von Updates und Hotfixes, die Microsoft bereits für XP veröffentlicht hat. Das Update enthält auch Updates für die Embedded-Version von XP (POSReady) sowie das .Net Framework 4.0, 3.5, 1.1 und 1.0. Voraussetzung für diese inoffizielle Variante – Microsoft rät übrigens von der Installation solcher Projekte ab – ist laut Harkaz Service Pack 1 von Windows XP.

“Viele Nutzer, darunter auch ich, die nicht in der Lage sind, auf ein neueres Betriebssystem zu wechseln, können hier sämtliche Windows-Updates in einem bequemen Paket installieren”, erklärt Harkaz in seinen Release-Notes. Er habe 2013 angefangen, diese Sammlung zu entwickeln. Jetzt veröffentlicht er über das Discussion-Board RyanVM diese erste Version.

Das Projekt “Unofficial Service Pack 4” ist allerdings nicht das einzige Vorhaben dieser Art. Die Sammlung basiert auf einem Projekt von ‘Onepice’ alias Nonno Fabio. Dessen Entwicklung ermöglicht die Live-Installation von Windows XP und das so genannte Slipstreaming. Damit können Patches in die Installations-Dateien eines Programms integriert werden.

Die 2001 auf den Markt gekommene Version des Microsoft-Betriebssystems ist weiterhin recht verbreitet. Im Juli kam XP laut NetMarketShare den dritten Monat in Folge auf einen Marktanteil von weltweit rund 25 Prozent -  und liegt damit hinter Windows 7 an zweiter Stelle.  (Grafik: Statista).
Die 2001 auf den Markt gekommene Version des Microsoft-Betriebssystems ist weiterhin recht verbreitet. Im Juli kam XP laut NetMarketShare den dritten Monat in Folge auf einen Marktanteil von weltweit rund 25 Prozent – und liegt damit hinter Windows 7 an zweiter Stelle. (Grafik: Statista).

Seit April liefert Microsoft für Windows XP keine automatischen Updates mehr. Bis Jahresende gibt es aber von Microsoft noch Malware-Signaturen für Microsoft Security Essentials, System Center Endpoint Protection, Forefront Client Security, Forefront Endpoint Protection und Windows Intune. Microsoft warnt jedoch auch, dass die Reichtweite dieser Virensignaturen auf nicht mehr unterstützen Betriebssystemen limitiert ist, und legt Anwendern den Upgrade auf eine neue Betriebssystem-Version nahe.

[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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[mit Material von Martin Schindler, silicon.de]

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