Seagate liefert erste 8-TByte-Festplatten aus

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Sie sollen zunächst in Rechenzentren zum Einsatz kommen. Insbesonder Cloud-Anbieter und Firmen, die eine Private Cloud einrichten wollen, sieht Seagate als erste Kunden. Die allgemeine Verfügbarkeit kündigt der Hersteller für das vierte Quartal 2014 an.

Seagate liefert jetzt die ersten Festplatten mit einer Speicherkapazität von 8 TByte an ausgewählte Pilotkunden aus. Generell verfügbar sein sollen die bisher größten HDDs des Herstellers dann im vierten Quartal 2014. Dann sollen auch Preise und weitere technische Einzelheiten bekannt gegeben werden.

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Bisher hat Seagate für diese Zielgruppe Festplatten mit Speicherkapazitäten von 500 GByte bis 6 TByte im Programm. Ob die Neuankündigungen auf derselben technologischen Grundlage arbeiten, wie die bisher größte Platte dieser Kategorie oder ob für die zusätzliche Kapazität technische Verbesserungen erforderlich waren, hat Seagate noch nicht mitgeteilt. Bekannt ist bisher lediglich, dass die 8-TByte-Modelle im Format 3,5 Zoll kommen und auch mit SATA-Schnittstellen mit 6 GBit/s ausgerüstet sind. Sie lassen sich daher ohne zusätzlichen Aufwand in bestehende Infrastrukturen integrieren.

Für das bisherige Spitzenmodell mit 6 TByte verspricht Seagate das 10-fache Workload-Rating einer Desktop-Festplatte und eine MTBF von 1,4 Millionen Stunden. Außerdem bietet sie mit Seagate Instant Secure Erase mit Selbstverschlüsselung Anwendern die Gewissheit, dass einmal auf der Platte gespeicherte Daten bei deren Entsorgung nicht in die falschen Hände fallen. Für die 8-TByte-Variante darf man diese Merkmale als Mindestausstattung ebenfalls erwarten.

Die Western-Digital-Tochter HGST hatte im November vergangenen Jahres begonnen, für die nun auch von Seagate anvisierten Kundengruppen 6-TByte-Platten auszuliefern. Deren Besonderheit ist die Helium-Füllung. Die Vorteile des Betriebs von Festplatten mit Heliumfüllung waren in der Branche schon lange bekannt. Die Anbieter tüftelten allerdings lange am Produkt- und Prozessdesign, um Helium im Rahmen der Massenproduktion kostengünstig im HDD-Gehäuse zu versiegeln.

HGST hat eigenen Anagben zufolge sechs Jahre benötigt, um einen Prototyp vorzustellen – und nochmal ein Jahr, um die Serienfertigung zu organisieren. Als Vorteile der Helium-Festplatte nennt der Hersteller Kostensenkungen durch sparsameren Betrieb: Die Verlustleistung pro Laufwerk 23 Prozent niedriger sein, als bei herkömmlichen Modellen und das TByte–zu-Watt-Verhältnis 49 Prozent besser. Erreicht wird das dadurch, dass die Dichte von Helium lediglich bei einem Siebtel der Dichte von Luft liegt. Dadurch sind die Strömungseffekte geringer, denen die rotierenden Plattenstapel ausgesetzt sind und der Motor, der die einzelnen Platter bewegt, benötigt weniger Leistung.

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