Bundesdruckerei sucht nach Vorschlägen für sichereres Internet

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Bürger dürfen Vorschläge und Anregungen direkt an dem derzeit auf Tour befindlichem eIdee-Bus abgeben. Außerdem können sich Unternehmen, Start-ups, Institutionen, Studenten und Schüler bis zum 15. September 2014 mit ihrer “eIdee” online bewerben. Als Belohnung winken Preise im Wert von insgesamt 17.500 Euro.

Zum dritten Mal sucht die Bundesdruckerei gemeinsam mit Partnern nach Ideen, wie sich digitales Identitätsmanagement im Internet sicherer und benutzerfreundlicher machen lässt. Im Gegensatz zu den bisherigen Anläufen, bei denen es direkt um Anwendungsmöglichkeiten für den von der Bundesdruckerei erstellten, digitalen Personalausweis ging, sind diesmal eher generell Ideen für sicherere Internetnutzung gesucht.

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Um ein möglichst breites Spektrum an Vorschlägen aufzugreifen, findet die Ideensammlung diesmal zudem nicht nur im Internet statt, sondern wird durch Termine vor Ort unterstützt. Dazu tourt das eIdee-Infomobil ab morgen durch Berlin und greift die Ideen der Bürger auf. Antworten sucht man etwa auf Fragen wie die, wie man den Überblick über Passwörter, Zahlencodes und Sicherheitsfragen behält, wie man sich beim Online-Banking und bei Bezahlungen im Internet absichert oder wie man je nach Kontext das preisgibt, was für die Erfüllung einer bestimmten Aufgabe erforderlich ist. All das sind natürlich auch Bereiche, für die der digitale Personalausweis Möglichkeiten anbietet.

Am 26. August steht das Infomobil in Berlin auf dem Dorothea-Schlegel-Platz hinter dem Bahnhof Friedrichstraße. Es folgen Auftritte auf dem Potsdamer Platz (27.8.), vor dem Bürgeramt in der Karl-Marx-Allee (28.8.), am Freitag auf dem Ernst-Reuter-Platz (29.8.) sowie am Samstag auf dem Hellweg-Parkplatz am Ostbahnhof (30.8.).

Unabhängig von der Informationstour können sich noch bis 15. September 2014 Unternehmen, Start-ups, Institutionen, Studenten und Schüler mit ihrer “eIdee” bewerben. Es reicht aus, die Idee zu beschreiben und die Kontaktdaten angeben. Zu gewinnen gibt es Preise im Wert von insgesamt 17.500 Euro. Die Jury rund um Professor Thomas Schildhauer, Direktor des Institute of Electronic Business der Universität der Künste Berlin, wird die Gewinner in Berlin küren.

Im vergangenen Jahr erhielt den ersten Preis des Ideenwettbewerbs die Firma Polyas aus Kassel. Sie bietet Online-Wahllösungen für Non-Profit-Organisationen und Bildungsinstitutionen an. Wird beispielsweise in einem Unternehmen ein neuer Betriebsrat gewählt, kann dies über eine Online-Wahl erfolgen. Somit kann unabhängig vom Standort und auch von Zuhause aus abgestimmt werden.

Den Nachwuchspreis erhielt 2013 eine Projektgruppe von Studierenden der Hochschule Koblenz unter der Leitung von Professor Udo Gnasa. Die Gruppe hatte ein Konzept für die Einbindung des Personalausweises zur Online-Verwaltung von Hochschulen erarbeitet.

Florian Müller von der Firma Bitloft in Velbert bekam für seine Idee, die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises als Baustein in das Framework “Typo 3 Flow” zur Entwicklung von Webanwendungen zu integrieren, den Innovationspreis. Und den Publikumspreis bekam nach einer Online-Abstimmung Timo Rietzler für den Vorschlag, E-Mails mit Hilfe des Personalausweises zu verschlüsseln. Empfänger sollen mit einem Softwaremodul für gängige Mailprogramm verschlüsselte E-Mails mit dem Personalausweis wieder entschlüsseln können. Dafür benötigt der Absender einen öffentlichen Schlüssel des Empfängers.

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