Software AG ruft Start-up-Programm ins Leben

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Das Förderprogramm “Fast Startup” richtet sich zunächst an Gründer in Deutschland. Ein tragfähiges Geschäftsmodell sollte bereits vorhanden sein – die Software AG greift dann mit Software und Unterstützung als Technologiepate unter die Arme.

Die Software AG, Deutschlands am Umsatz gemessen zweitgrößtes Softwareunternehmen, hat ein Fast Startup genanntes Förderprogramm für junge Unternehmen aufgelegt. In dessen Mittelpunkt steht das Angebot einer Technologiepartnerschaft. In deren Rahmen ist Start-ups die kostenfreie Nutzung der Produkte der Software AG zur Umsetzung ihrer Ideen möglich.

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Ganz uneigennützig ist das nicht: Mittelfristig hofft die Software AG, die so unterstützten Start-ups in ihrem PowerUp genannten Partnerprogramm zum Beispiel als OEM-Partner zu gewinnen. Der Schwerpunkt des Fast-Startup-Programms liegt zunächst auf jungen Firmen in Deutschland.

“Das Fast Startup-Programm der Software AG hat einen großen Vorteil gegenüber der Möglichkeit, Freeware für neu gegründete Unternehmen einzusetzen“, so Peter Dern, Leiter der Corporate University der Software AG und Begründer des Programms. “Es minimiert die Total Costs of Ownership. Junge Gründer erhalten damit eine grundsolide Basis für ihre Innovationen und können ihr Geschäftsmodell mit einem zuverlässigen Partner entwickeln.”

Mit ihrer Idee steht die Software AG allerdings bei weitem nicht alleine da. Beispielsweise hat SAP mit startup.focus ein ähnliches Angebot. Mit ihm will das Unternehmen vor allem Gründer ansprechen, die Geschäftsideen in den Bereichen Big Data, Predictive Analytics oder Echtzeitanalyse und Entscheidungsunterstützung umsetzen wollen. Ihnen dient SAP seine HANA-Lösungen an.

Etwas umfassender und breiter ist die Unterstützung für Start-ups von Microsoft. Der Konzern stellt nicht nur in der neuen Niederlassung in Berlin Infrastruktur für Start-ups bereit, sondern fördert mit dem Programm BizSpark Jungunternehmen schon seit Jahren. Auch hier ist der Gedanke, dass Firmen, die sich die eine oder andere Software vielleicht nicht leisten könnten oder würden, durch das Programm die Möglichkeit dazu erhalten und die Software später entweder weiterhin verwenden oder sie als Grundlage nutzen, um darauf aufbauend ihren Kunden Erweiterungen anzubieten – also langfristig ein Ökosystem rund um die Produkte des Förderers entsteht.

Etwas anders sieht es mit der Unterstützung von Google für Firmengründer aus. Im Rahmen seines Förderprogramms für Start-ups bietet der Webkonzern Seminare, die Vermittlung von Technologiewissen sowie Veranstaltungen für Unternehmer und Entwickler. Außerdem stehen in einem Mentorenprogramm Google-Experten als Trainer und Ratgeber zur Verfügung.

Tipp der Redaktion: Nach Ansicht des Unternehmensberaters Darius Moeini schöpfen viel zu wenig Gründer die abseits von VC- und Business Angel-Kapital vorhandenen Finanzierungsmöglichkeiten aus. Im Expertenbeitrag für ITespresso zeigt Moeini zehn lohnenswerte Alternativen auf, wie Start-ups mit ganz unterschiedlichem Hintergrund an Kapital gelangen können.

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