Linux Foundation bietet nun Zertifizierungen für Systemadministratoren an

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Sie können sich ihre Kenntnisse als Linux Foundation Certified System Administrator (LFC) und Linux Foundation Certified Engineer (LFCE) bescheinigen lassen. Die Zertifizierungsprüfungen sind komplett virtuell und distributionsflexibel. Sie kosten jeweils 300 Dollar und können jederzeit absolviert werden.

Die Linux Foundation hat ein Zertifizierungsprogramm für Systemadministratoren ins Leben gerufen. In dessen Rahmen stehen zwei Prüfungen zur Auswahl: Eine zum Linux Foundation Certified System Administrator (LFC) sowie eine zum Linux Foundation Certified Engineer (LFCE). Sie kosten jeweils 300 Dollar. Die Prüfungen können jederzeit und direkt nach der Anmeldung abgelegt werden.

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Zur Vorbereitung bietet die Organisation Online-Kurse an. Die kosten allerdings bis zu 2900 Dollar. Für die Teilnahme sind unter anderem ein Rechner mit einer der gängigen Linux-Distributionen wie CentOS, Fedora, Mint, openSUSE, Red Hat Enterprise Linux oder Ubuntu erforderlich. Die Kurse finden weltweit um die gleiche Uhrzeit statt. In Mitteleuropa beginnen sie um 16 Uhr und enden um 24 Uhr.

Teilnehmer an den Zertifizierungen prüft die Organisation etwa auf ihre Fähigkeit, echte Probleme in der Befehlszeile zu lösen. Dabei seien Theorie oder Multiple-Choice-Fragen nicht von großer Bedeutung, erklärt die Linux Foundation. Vielmehr spiegeln die Zertifizierungen die allgemeinen Grundlagen der Technologiebranche wider. Die Prüfungen sollen zeigen, ob Bewerber die erforderlichen Fähigkeiten haben, in einer realen Umgebung unter Zeitdruck arbeiten zu können.

Die Informationen für die Zertifizierungsprogramme und die Prüfungen hat ein Branchenexperten-Ausschuss der Linux Foundation zusammengetragen. Dafür wurde untersucht, welche Fähigkeiten Linux-Experten heute mitbringen müssen. “Das Zertifizierungsprogramm der Linux Foundation hilft, Linux-Systemadministratoren auf die technische Fachkenntnistiefe vorzubereiten, die Experten in Unternehmen heute brauchen. Dieser Ansatz zur Ausbildung und Zertifizierung verhilft Fachpersonal zu den Fähigkeiten, die Arbeitgeber wie wir und eine Vielzahl unserer Kunden brauchen, die auf Linux setzen”, so Jim Wasko, Direktor IBM Linux Technologiezentrum, in einer Pressemitteilung.

Seit Anfang August bietet die Linux Foundation zudem einen kostenlosen Einführungskurs in die Welt von Linux an. Diesen hält der Astrophysiker Jerry Cooperstein, der seit 1994 mit Linux arbeitet und seit diesem Zeitpunkt auch unterrichtet. Voraussetzungen für diesen Kurs sind lediglich grundlegendes Wissen über Rechner und Software. Zudem sollte man einen Linux-fähigen Rechner zur Hand haben. Der einfachste Weg dafür ist eine Live-Installation.

Bereits seit längerem sind Zertifizierungen für Linux-Experten durch die beiden großen Linux-Anbieter – Red Hat und Suse – möglich. Beide bieten mehrere, allerdings eben meist auf ihre Angebote zugeschnittene, Schulungen und Zertifizierungen für unterschiedliche Bereiche an. Distributionsübergreifend kann man sich über das Linux Professional Institute und dessen Partner schon seit Jahren aus- und weiterbilden lassen. Dort kommen zumindest Einsteiger in die Materie auch deutlich günstiger weg als bei der Linux Foundation.

[mit Material von Andre Borbe, silicon.de]

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