IDC: Android erreicht Marktanteil von fast 85 Prozent

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In Erwartung des iPhone 6 hat iOS Anteile verloren. Skepsis herrscht bei IDC hinsichtlich der weiteren Entwicklung von Samsung, aber auch bezüglich der von Windows Phone. Insgesamt wurden im zweiten Quartal über 300 Millionen Smartphones verkauft.

Laut IDC wurden im zweiten Quartal 2014 zum ersten Mal über 300 Millionen Smartphones weltweit verkauft. Damit korrigiert das Marktforschungsunternehmen seine eigenen Zahlen von vor zwei Wochen, als es noch von 295,3 Millionen ausgelieferten Einheiten ausging.

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Hinter Android mit 84,7 Prozent und iOS mit 11,7 Prozent hält sich Windows Phone auf Platz drei, hat aber fast einen Prozentpunkt im Vergleich zu 2013 eingebüßt. Es erzielt nun 2,5 Prozent, vor Blackberry mit 0,5 Prozent. Andere Betriebssysteme machen in der Summe gerade einmal 0,6 Prozent aus. Trotz neuer Windows-Phone-Geräte – etwa von HTC – erwartet IDC jedoch vorerst nicht, dass das Microsoft-Mobilbetriebssystem die 5-Prozent-Marke überschreitet.

“Im zweiten Quartal des Vorjahrs beobachteten wir 240,5 Millionen verkaufte Exemplare, weshalb die neue Zahl eine Zunahme um 25,3 Prozent bedeutet. Android hat seinen Anteil noch vergrößert, was nur logisch ist, da viele Spitzenmodelle wie Samsung Galaxy S5, HTC One M8 und LG G3 jetzt verfügbar sind”, heißt es in der Mitteilung. Apples Marktanteil ist im zweiten Quartal demgegenüber zurückgegangen, weil viele Kunden auf die Ankündigung eines iPhone 6 für den September warten.

Unter den Android-Anbietern ist Samsung mit 29,3 Prozent Marktanteil derzeit noch führend. Laut IDC wackelt diese Position aber mit dem Aufkommen neuer Märkte wie Indien und China. So konnte Samsung noch vor zwei Jahren einen Anteil von 40 Prozent für sich verbuchen, jetzt aber entscheiden sich viele Neukunden für Anbieter wie Huawei, Lenovo, LG und ZTE.

Für das Mobile-Phone-Team von IDC kommentiert Ramon Llamas: “Da sich viele OEM-Partner auf die Segmente unterhalb von 200 Dollar fokussieren, hat Android in Entwicklungsmärkten gewaltig hinzugewonnen. Im zweiten Quartal kosteten 58,6 Prozent aller weltweit ausgelieferten Android-Smartphones weniger als 200 Dollar ohne Vertrag, was sie im Vergleich zu anderen Geräten sehr attraktiv machte. Mit der vor Kurzem erfolgten Einführung von Android One, in dessen Rahmen Google den Android-OEMs Referenzdesigns für unter 100 Dollar anbietet, wird sich der Anteil des Billigsegments noch erhöhen.”

Zuletzt hatte bereits die Ratingagentur Fitch Samsung für 2015 stark rückläufige Anteile am weltweiten Smartphonemarkt und damit “ernsthafte Probleme” prognostiziert. Kommender Zuwachs sei primär in China und Indien zu erwarten. Dort konnten aber lokale Anbieter wie Xiaomi und Lenovo Boden gut machen. Bernstein-Analyst Mark Newman empfiehlt Samsung dringend, preisaggressiven Wettbewerb in den aufstrebenden Märkten zu führen.

 

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Aus der Tabelle werden auch die Smartphone-Verkäufe im 2. Quartal ersichtlich (Quelle: IDC).

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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