HP-Studie: Firmen sind selbst schuld am IT-Fachkräftemangel

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IT-Fachkräfte (Techconsult)

Techconsult hat im Auftrag von Hewlett-Packard IT-Leiter und -Mitarbeiter aus 300 Unternehmen befragt. In 63 Prozent der betroffenen IT-Abteilungen werden demnach Stellen nicht genehmigt oder gestrichen. Statt feste Jobs zu schaffen, werden Aufgaben lieber an externe Dienstleister vergeben.

Die Untersuchung zum Thema IT-Fachkräftemangel, die HP von Techconsult durchführen ließ, zeigt, dass besonders die IT-Administration davon betroffen ist, dass nicht in ihr Metier investiert wird.

Techconsult: IT-Auslagerung
Nur noch die wenigsten IT-Abteilungen in Deutschland betreiben die IT komplett selbst (Grafik: Techconsult)

Fast zwei Drittel der IT-Abteilungen in Deutschland haben mindestens zeitweise zu wenig Personal – der Großteil (63 Prozent) der betroffenen Firmen und öffentlichen Einrichtungen hat diesen Mangel aber selbst herbeigeführt, indem Stellen nicht genehmigt oder gestrichen wurden.

Unternehmen wollen das Problem des Mangels laut Techconsult bevorzugt durch die Beauftragung externer Dienstleister lösen – insbesondere in der IT-Administration, wo der größte Mangel an qualifiziertem Personal herrscht.

Die Studie “IT-Fachkräftesituation” des Analystenhauses analysiert Auswirkungen des IT-Fachkräftemangels auf das Management von IT-Infrastruktur. Weil IT immer mehr mit dem Kerngeschäft der Firmen verwachse, ändere sich die Rolle der IT-Abteilung, so Peter Steensma, Business Development Manager für HPs Support-Dienstleistungen und Initiator der Studie. Weil die Aufgabe der IT zunehmend strategisch und weniger operativ werde, würden IT-Basisaufgaben intern eher heruntergefahren und verstärkt nach außen gegeben, erklärt der Manager.

Techconsult: Diese IT-Ffachkräfte fehlen
Diese IT-Fachkräfte fehlen deutschen Unterehmen (Grafik: Techconsult).

Nur ein Drittel der befragten IT-Manager und -Mitarbeiter gibt an, dass ihre Abteilung immer ausreichend Personal hat. Acht Prozent der IT-Abteilungen sind permanent unterbesetzt. Ein Viertel der Befragten kann das Tagesgeschäft bewältigen, aber es fehlt an Personal für anspruchsvolle Aufgaben. 56 Prozent sagen, dass sie zeitweise unterbesetzt sind. Der größte IT-Fachkräftemangel herrscht laut Studie in der IT-Administration: 67 Prozent der betroffenen Firmen gaben an, dass hier Fachkräfte fehlen. Mangelware sind auch Projektmanager (49 Prozent) und Software-Entwickler (40 Prozent). Drei Viertel der IT-Abteilungen müssen daher Projekte schieben oder streichen

85 Prozent der befragten IT-Manager und -Mitarbeiter gehen davon aus, dass die derzeitige IT-Fachkräftesituation kein vorübergehendes Phänomen ist. 63 Prozent glauben, dass die Situation so bleiben wird und 22 Prozent schätzen sogar, dass sich die Lage weiter verschlechtert.

Je kleiner ein Unternehmen, desto eher hat es IT-Stellen zu besetzen. 38 Prozent der Firmen mit unter 5000 Mitarbeitern suchen IT-Spezialisten, aber nur 14 Prozent der Firmen mit über 5000 Mitarbeitern.

“Vor allem Anbieter von Support-Dienstleistungen dürften als Folge des IT-Fachkräftemangels mit wachsender Nachfrage rechnen”, summiert Techconsult di Ergebnisse.

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