Sage bringt sein großes ERP-System in die Cloud

CloudERPSoftware
Sage ERP X3

Ab September soll es ERP X3 auch als Cloud-Version geben. Damit muss das Mittelstands-ERP nicht mehr auf jedem Arbeitsplatz einzeln installiert werden. Den Einstieg in die Web-Version läutet Sage mit vielen neuen Funktionen ein.

Das Mittelstands-ERP X3 soll in seiner Cloud-Version ab September auf den internationalen Markt kommen. Das Produkt des britischen Anbieters soll zuerst in den USA als SaaS-Lösung kommen, bevor es in lokalisierter Version nach Deutschland kommt. Es entspricht in seiner Funktionsvielfalt der Version 7 des Programms für den Betrieb im LAN.

Sage ERP X3 On Premise
Die gehostete Version von ERP X3 bietet auf HTML5-Grundlage identische Funktionen wie die lokale Lösung – hier im Screen ein Report zur Unternehmensentwicklung (Bild: Sage Software)

ERP X3 soll nicht die kleinen ERP-Lösungen Quantum und OfficeLine für kleinere Unternehmen ersetzen, sondern spricht vor allem mittelständische Unternehmen aus der Fertigungs-, Handel/Distributions- und Dienstleistungsbranche an, die sich auf internationalen Märkten mit verschiedenen Gesetzgebungen, Sprachen und Währungen behaupten müssen. So werden quasi auch für große Zusammenarbeitsnetze vieler kleinerer Firmen Multi-Company-, Multi-Site-, und Inter-Company-Prozesse abgebildet als sei es ein großes Unternehmen.

Sage erklärt, die bisher für Firmen ab 100 Mitarbeitern konzipierte Lösung künftig noch konsequenter am Mittelstand auszurichten. Der Anbieter möchte X3 zudem um neue Schnittstellen, verbesserte Suchfunktion und Integration mit MS Office ergänzen.

Die für den Cloud-Betrieb neu entwickelte Web-Schnittstelle beruht auf HTML 5, unterstützt verschiedene Browser und erlaubt die Personalisierung jedes Nutzers. Der mobile Zugang auf die Groupware-fähige Lösung per Apps oder Browsern ist vorgesehen. Die Einbindung von Techniken wie MongoDB, Elastic Search, JSON und Node.js soll die Nutzung unterschiedlicher Unternemensdatenquellen ermöglichen.

Die Preise für die Web-Nutzung hat Sage noch nicht bekannt gegeben. Die On-Premise-Variante kostet in den USA jedoch bisher einmaligen über 2000 Dollar pro Arbeitsplatz. Daran wird sich wohl auch eine monatliche Nutzungsgebühr errechnen.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen