O2 verkauft VDSL-Internet-Zugang mit 100 MBit/s

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O2 All-in XL VDSL

Mit dem Paket “DSL All-in XL” macht sich die Telefónica-Tochter auf, die durch Vectoring beschleunigten VDSL-Leitungen der Deutschen Telekom weiterzuverkaufen. Der Tarif enthält eine Flatrate für Telefonate in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze. Die hohe Geschwindigkeit wird erst bei Übernutzung mit mehr als 500 GBytes auf immer noch 2 MBit/s gedrosselt.

Der neu gestartete O2-Tarif “DSL All-in XL” erlaubt Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s und einen Upload-Speed von bis zu 40 MBit/s für einen Monatspreis von 39,99 Euro. Wer bis zum 19. August bucht, erhält die ersten drei Monate für einen Preis von 14,99 Euro. Zusätzlich verteilt O2 Willkommensboni im Wert von 50 Euro – diese werden aber nur für die Nutzung des O2-Zugangs mit zwei Jahren Laufzeit angerechnet. Wer sich für die monatlich kündbare Variante entscheidet, bekommt kein Geschenk.

O2 All-in XL VDSLIm Gesamtpaket ist neben dem Surfen auch das Telefonieren abgedeckt. Die Alle-Netze-Flatrate gilt fürs Telefonieren ins deutsche Festnetz und in alle deutschen Mobilfunknetze, Gespräche zu Sonderrufnummern oder ins Ausland bei weiterer Entfernung können teurer werden, sagt die zugehörige PDF-Preisliste – innerhalb der Europazone 1 (EU-Staaten) und Weltzone 1 (wie etwa USA) bleiben die Gebühren pro Gesprächsminute aber bei moderaten 7,9 Cent.

O2 verwendet die neuartigen VDSL-Anschlüsse mit Vectoring-Technologie aus dem Netz der Deutschen Telekom. Die “Fair-Use”-Methode des Providers drosselt die Geschwindigkeit auf zwei MBit/s, wenn der Kunde drei Monate in Folge über 500 GByte Daten im Monat transferiert. Das passiert in den seltensten Fällen und soll dem Missbrauch durch Dauer-Downloader vorbeugen. Wird dann aber doch mehr Schnelligkeit benötigt, können Datenpakete optional hinzu gebucht werden: Für 4,99 Euro monatlich gibt es 100 GByte, für 14,99 Euro unbegrenztes Datenvolumen.

Der gelieferte Router ist je nach Wahl eine O2-eigene WLAN-Basisstation für 49,99 oder eine Fritzbox 7490 für 69,99 Euro. Das klingt wie ein Kaufpreis, ist es aber nicht: Die Geräte sind nur Leih-Router und müssen bei Vertragsende zurückgesendet werden. Die Gebühr ersetzt quasi die wundersam auf Nullbetrag gesenkte “Einrichtungsgebühr”. Im Monatspreis enthalten sind auch fünf GByte Online-Speicher.

Als Konkurrent bei den Wiederverkäufern der technisch aufgemotzten Telekom-Kupferkabel agiert noch Vodafone: Dessen 100 MBit/s-Angebot setzt jedoch auf Langzeit-DSL-Verträge mit Vertragsbindung von zwei Jahren. Der Ursprungspreis von 29,99 Euro im Monat steigt ab dem 13. Monat auf 49,95 Euro.

Massenanbieter 1&1 setzt ebenfalls auf die schnellen Telekom-Verbindungen und Zweijahres-Verträge – für 34,99 Euro im Monat werden 100 MBit/s Download und 20 MBit/s Upload angeboten. Wer hier einen Upload mit 40 MBit/s benötigt (wie er im O2-Paket enthalten ist) muss für die Option zusätzlich 2,99 Euro im Monat zahlen.

Bei der Telekom selbst sind VDSL-Vectoring-Anschlüsse unter dem Namen “VDSL 100” für 44,95 Euro im Monat erhältlich – auch wenn die Werbung dafür auf den ersten Blick zehn Euro suggeriert. Das jedoch ist nur der Preis zum “Zubuchen” zu einem vorhandenen “Entertain”-Paket ab 39,95 im Monat.

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