Fünf Tipps fürs Home Office

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Home-Office (Bild: Shutterstock/Jakub Zak)

Zuhause arbeiten – weit weg von den Verlockungen und Gefahren des Büroalltags – hat diverse Vorteile. Ein Kindergeburtstag ist es trotzdem nicht. Fünf Tipps, wie Sie für sich das meiste aus dem Home Office herausholen, können da nicht schaden.

Wenn man längere Zeit von zuhause arbeitet, perfektioniert man irgendwann seine Organisation. Verbesserungen zielen darauf ab, die meiste Arbeit ohne Ablenkungen zu erledigen, aber gleichzeitig die Vereinsamung zu vermeiden, die sich daraus ergibt, dass man sich kein Büro mit Kollegen teilt.

1. Einen Büro-Bereich definieren

Home-Office (Bild: Shutterstock/Jakub Zak)

Ein Problem beim Home Office ergibt sich daraus, dass man dort arbeitet, wo man lebt. Das klingt offensichtlicher, als es ist. Viele, die ihre Arbeit von daheim erledigen, arbeiten praktisch rund um die Uhr. Oft liegt das daran, dass sich ihr Arbeitsplatz in einer unruhigen Ecke des Hauses oder der Wohnung befindet.

Familie, Fernseher und Kühlschrank behindern unter Umständen den Arbeitsfluss und stehlen wertvolle Aufmerksamkeit. Stellen Sie sich doch einfach einmal die umgekehrte Situation vor: Sie würden die Kinder jeden Tag mit ins Büro schleppen: Das funktioniert einfach nicht.

Richten Sie sich – sofern möglich – einen Büro-Bereich ein, der klar umrissen ist und möglichst weit weg vom Alltagschaos liegt. Die Familie sollte verstehen, dass Sie nicht gestört werden möchten, wenn Sie sich in Ihrem “Büro” befinden. Vergleichen Sie ihre Situation mit der eines Menschen, der jeden Tag in die Arbeit fährt – und dort auch nicht gestört wird.

2. Kaufen Sie sich den besten Stuhl, den Sie finden können

Ein guter Bürostuhl kostet zum Teil über 1000 Euro. Auf lange Sicht ist er aber sein Gewicht in Gold wert. Wer jeden Tag Stunden in einem Stuhl verbringt, sollte nicht an der falschen Stelle sparen. Achten Sie darauf, dass sich der Stuhl auf Ihre Körpermaße einstellen lässt. Höhe, Kippwinkel und Lendenstütze müssen passen. Ihr Rücken wird es Ihnen danken.

Und wenn Sie schon dabei sind: Achten Sie auch sonst auf ergonomische Produkte. Das Notebook des Arbeitgebers können Sie sich möglicherweise nicht aussuchen – aber dann gönnen Sie sich wenigstens einen Bildschirm dazu. Oder bitten Sie ihren Arbeitgeber darum. Auch eine ergonomische Maus und Tastatur kann nicht schaden: Schließlich werden Sie beides Stunden und tagelang benutzen. In Firmen gibt es Arbeitsschutzrichtlinien – daheim sind Sie Ihr eigener Chef: Seien Sie streng zu sich, was den Arbeitsschutz angeht!

3. Führen Sie fixe Arbeitszeiten ein

Eine Falle, in die viele tappen: Sie werkeln rund um die Uhr. Das passiert natürlich schnell, wenn sich die ungetane Arbeit direkt vor der Nase stapelt.

Der einfachste Weg, diesen Fehler zu vermeiden, sind fixe Arbeitszeiten. Stehen Sie jeden Tag zur selben Zeit auf, fangen Sie jeden Tag zur selben Zeit an zu arbeiten – ganz so, als würden Sie ins Büro fahren. So gewöhnen Sie sich an einen regelmäßigen Tagesablauf, der es am Ende des Tages einfacher macht, abzuschalten.

Vielleicht empfinden Sie die selbstauferlegte Regelmäßigkeit am Anfang als Einschränkung – schließlich ist gerade einer der Vorteile der Arbeit im Home Office die Flexibilität. Aber mittel- und langfristig werden Sie damit zufriedener sein.

4. Machen Sie viele Pausen

Auch dieser Tipp klingt nach einer Binsenweisheit. De facto lassen sich aber viele Menschen von ihrer Arbeit so vereinnahmen, dass sie kaum vom Schreibtisch aufstehen. Das ist allerdings die schnellste Route in den Burnout – auch im Home Office.

Es ist nebensächlich, was genau Sie in Ihren Pausen anstellen: Gehen Sie spazieren, holen Sie sich einen Schluck Wasser aus der Küche, lesen Sie ein Kapitel aus einem Buch. Maßgeblich ist nur, dass Sie ihrem Kopf Zeit geben, sich etwas zu entspannen und neue Kraft zu sammeln. Auf lange Sicht zahlt sich das aus.

5. Sprechen Sie jeden Tag mit Kollegen

Isolation ist die große Gefahr für alle, die von zuhause aus arbeiten. Wenn es Ihr Job erlaubt, können sie Ihren Arbeitsplatz hin und wieder auch ins Freie verlegen: Arbeiten Sie in einem Park oder Café. Letzteres mag ein Klischee sein, hilft aber gegen Vereinsamung.

Ein weiteres gutes Gegenmittel sind regelmäßige Videochats mit Mitarbeitern. Zum einen gibt das den Kollegen ein Gesicht, zum anderen rufen Sie sich ihnen in Erinnerung. Auch für Ihre Kollegen ist es wichtig, Sie arbeiten zu sehen. Zudem lassen sich so Denkprozesse anstoßen. Nicht nur im Büro bringen uns die Ideen anderer auf ganz neue Lösungen.

Es gibt viele Wege, Zuhause und Arbeit voneinander zu trennen. Diese fünf Tipps sind einige der wichtigsten – und in jedem Fall ein guter Start. Der Schlüssel: Behandeln Sie Heimarbeit wie Büroarbeit. Zwar hat sich der Ort verändert, die Einstellung zur Arbeit sollte aber die gleiche bleiben.