Neoload 5.0 prüft Mobil- und Web-Apps auf ihre Leistungsfähigkeit

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Neoload

Hersteller Neotys verbessert die Funktionen seiner Software für Lasttests. Version 5.0 ist ab sofort verfügbar. Eine kostenlose Free Edition soll zeigen, wie Analysen der Performance-Tests die Entwicklung beschleunigen können.

Neoload 5.0 von Neotys soll Testzyklen für Mobil- und Online-Anwendungen verkürzen und die Genauigkeit von Lasttest-Analysen steigern. Neue Funktionen in Performance- und Netzlast-Prüfungen helfen bei der Wiederholung schon vorgenommener Tests nach Änderungen einzelner Parameter.

Neoload
So funktioniert Neoload: Es simuliert Nutzer und Plattformen und prüft, was bei einem Wechsel der Testkriterien herauskommt (Bild: Neotys).

Bei den Testreihen unterstützt die Software aktuelle Entwicklungstechniken wie SPDY, HTML5, Websocket und Ajax Push. So lassen sich Applikationen immer wieder auf verschiedene Umgebungen, Sprachen, Protokolle und dergleichen prüfen, um schnell mögliche Fehlerquellen oder Leistungsbremser zu finden.

Die Tests solllen das Nutzererlebnis authentisch messen. Durch die Integration verschiedener Module wie Mobilecloud (Perfecto Mobile) erfasst Neoload 5.0 auch Testdaten realer Endgeräte und nicht nur im Test simulierter. Damit können Anwendungen aus Perspektive der Endnutzer “echter” getestet werden. Bei den virtuellen Tests lassen sich auch Leistungswerte heranziehen, mit denen bestimmten Smartphone-Typen und -konfigurationen auf eine Applikation unter Last zugreifen.

Die genaueren Analysen sollen Entwicklern helfen, ihre Anwendungen für Internet, Intranet und mobile Netzwerke schneller in den Produktivbetrieb gehen zu lassen. Neoload 5.0 beschleunigt dazu auch die Definition, Nutzung und Wiederverwendung von Testszenarien. Performance-Spezialisten können die Entwicklungsstufen einer Anwendung vergleichen, Änderungen direkt identifizieren und erforderliche Anpassungen vornehmen. Damit kann die gesamte Softwareentstehung dem “Agile Management” von Entwicklungspojekten mit kontinuierlichmn Monitoring und lückenloser Qualitätssicherung unterzogen werden.

Neoload Graphs
Neoload zeigt die Anwendungs-Performance grafisch (Bild: Neotys)

Um zu zeigen, wie die Ergebnisse der Tests ausfallen, bietet Neoload 5.0 eine größere Auswahl an Graphen (Kurven) und weiteren Funktionen zur Aufbereitung und Visualisierung von Messresultaten. Tester können diese auf einem “Graph Board” hinterlegen und zur schnellen Wiederverwendung thematisch sortieren. Damit verfügen Qualitätsverantwortliche über eine Tool-Box, um Auswertungen am Ende oder während eines Testlaufs überzeugend darzustellen.

Zu den Weiterentwicklungen in Neoload 5.0 gehört auch eine API für den Datenaustausch mit anderen Mess-Tools. Externn Werte werden über die Schnittstellen importiert und können dann wie Neoload-Resultate in Funktionskurven dargestellt, analysiert und mit entsprechenden Vergleichsdaten korreliert werden. Damit tritt Neoload in direkte Konkurrenz mit Borlands Test-Suite Silk Central, die als Sammelpunkt für verschiedene Testprodukte und importierte Testwerte in grafischen Übersichten zeigt, was an der Software-Entwicklung noch verbessert werden kann.

Neoload Cloud
Das Cloud-Testing zeigt, wo im Netz die Leistung geringer ist. (Bild: Neotys)

Die Free Edition steht jetzt zum Download bereit. Sie simuliert lediglich 50 Nutzer. Für professionelle Entwickler größerer Software-Projekte sind Kontingente von mehreren Tausend (mehrere Millionen lassen sich simulieren) nötig, um zu massentauglichen Produkten zu kommen. Die Preise für die Profiversionen hängen von dieser Zahl und auch von den genutzten Testmodulen ab. Dazu gehört Cloud-Testing mit Prüfung auf weltweite Zugänge auf den zu testenden Dienst (unter Nutzung von Dynatrace, einer Technik aus dem österreichischen Linz, die von Großcomputerprofi Compuware gekauft wurde). Mehrre Mobil-Browser für Smartphone-Anwendungen auszuprobieren gehört zu einem weiteren Modul und das “Agile Testing” mit Dokumentationsfunktionen zur Software-Entwicklung ist ein anderer Bestandteil.

Wie kompliziert die Auswahl der Elemente für eine Lizenzauswahl ist, zeigt die US-Peisfindungsseite des Herstellers: Rund 40 Varianten sind aufgeführt, bestehend aus den fünf Grundversionen Standard, Professional, Enterprise umd Ultimate. Letztere simuliert eine Million und mehr Anwender. Kunden bisheriger Versionen erhalten das Update im Rahmen ihrer bestehenden Lizenzverträge.

Die deutsche Niederlassung vereinbart Preise individuell. Kaufpreise und Nutzungsgebühren werden vom Umfang der unterstützten Protokolle und Plug-ins, Anzahl der virtuellen Nutzer und dem Lizenztyp (kauf oder Miete) beeinflusst. Außerdme spielt eine Rolle, ob der Lizenznehmer Enduser oder Servicep-Povider ist und welchen Support er wählt.

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