Freeware-Version von PRTG Network Monitor wird erweitert

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Paessler startet eine Freeware-Kampagne, um Kunden für seine Lösung zur Netzwerküberwachungs zu finden. Die kostenfreie Variante wird zudem bald von zehn auf 30 Sensoren erweitert. In der schon erhältlichen Preview ist die Erweiterung schon enthalten.

Die Nürnberger Paessler AG hat die kostenlose Variante des Administratorenwerkzeugs PRTG Network Monitor erweitert und promoted sie nun offensiver. Zur Überwachung verschiedener Netzkomponenten greift das Tool über “Sensoren” auf Geräte, SNMP-Meldungen und Log-Dateien zu und wertet diese in Realzeit aus. In der kostenfreien Version lieferte der Hersteller bisher zehn solcher Sensoren, in der neuen Variante kann auf 30 dieser “Netzwerk-Fühler” zugegriffen werden.

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Der PRTG Networking-Monitor erzeugt einen Netzwerküberblick (Bild: Paessler AG)

Zeitgleich startet eine Freeware-Kampagne, die Admins in den Unternehmen anhand verschiedener Szenarien demonstriert, wie sich das Tool nutzen lässt. Ein Beispiel ist etwa die Konfigurierung eines Syslog- und SMNP-Trap-Receivers.

Die Software braucht zum Überwachen verschiedener Syslogs nicht jeweils einen Sensor, sondern kann für solche Systemmeldungen zum Server umgewandelt werden, der mehrere Logs in eine Datei zusammenfasst, die dann bearbeitet wird. Der eine benötigte “Syslog”-Sensor verarbeitet bis zu 10.000 Meldungen pro Sekunde.

Das geht nur durch eine eigene, schnelle Datenbank, sagt Paessler-Mitarbeiter Thomas Timmermann. Eine langsame und extra einzurichtende SQL-Datenbank mit Indizes brauche man da nicht dazu. Andere Datenbanken aber lassen sich monitoren: Vordefinierte SQL-Sensoren für MySQL, Microsoft SQL, ADO SQL oder Oracle SQL sehen, was in diesen passiert und können durch die Überwachung verschiedener Standardparameter und getriggerter SQL-Abfragen sofort reagieren, wenn etwa die Kosten in der ERP-Lösung überhand nehmen oder andere Datenbank-Inhalte Schwellenwerte überschreiten.

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Die Überwachungs-Software lässt auch einen Langzeitvergleich der Netzwerkleistung zu. (Bild: Paessler AG)

Als weiteres Beispiel für die Freeware-Anwendung nennt Paessler die Druckerüberwachung – richtig konfiguriert können zwei Sensoren fünf Printer abfragen -, das Flow-Monitoring von Switches und Routern via Flow-Sensor (NetFlow, sFlow, jFow und IPFIX), der bis zu zehn Flow-fähige Geräte prüfen kann, oder das Reagieren auf zwei Firewalls mit einem Sensor (besonders auf die Appliances von Cisco, die PRTG auch neu booten kann). Für virtuelle Umgebungen liefert Paessler eine Erweiterung des Alarmierungs-Tools von VMWare zum Überprüfen der Hosts. Fünf dedizierte NetApp-Sensoren fragen zudem Storage-Systeme des Herstellers ab.

Mehr als 200 vordefinierte Sensoren, ein dokumentiertes API und sogenannte Custom-Sensoren in Verbindung mit Alarmierungs-, Benachrichtigungs- und Publikations-Optionen, einem integrierten Ticket-System, einer Datenbank und einer Oberfläche dazu sind schon Bestandteil der Freeware-Version. PRTG kann Netzwerkgeräte automatisch erkennen, konfigurieren ist nicht nötig.

Die Erweiterung der freien Software auf 30 Sensoren soll offiziell in der “Stable”-Version in eineinhalb Monaten kommen, sie ist allerdings in der als Download erhältlichen “Preview”-Variante (also der “final Beta”) schon enthalten. Wer die Testversion des kostenpflichtigen Programms für mehr Sensoren herunterlädt, wird jetzt schon bei Nicht-Kauf automatisch auf die freie 30-Sensoren-Freeware (ohne Leistungs-Einbußen) zurückgesetzt.

Das Lizenzmodell der Vollversion richtet sich nur nach der Anzahl der Sensoren. “Wir definieren einen Sensor als eine bestimmte Monitoring-Einheit, zum Beispiel die Speichernutzung. Im Durchschnitt rechnen wir zehn Sensoren pro Gerät”, erklärt der Hersteller. Upgrades kosten nur die Preisdifferenz zwischen der kleineren und größeren Lizenz.

Die Version mit 100 Sensoren kostet 392,70 Euro, mit 500 solcher Fühler sind 1248 Euro, für Tausend verlangt der Anbieter 2380 Euro und für 5000 fallen 8330 Euro an. Eine unbegrenzte Sensorenzahl bekommen Firmen für 11.900 Euro.

Beim Kauf einer Lizenz sind zwölf Monate Premium-Support enthalten. Den vollen Support gibt es auch für Feeware-User, Servicetickets von zahlenden Kunden werden aber zuerst bearbeitet. Paessler garantiert Antwort in 24 Stunden. Derzeit sei der Schnitt bei zwei Stunden, erläutert Timmermann. Die Freeware-Version kann durch Anforderung eines Lizenzschlüssels auch zur Test- und Vollversion gewandelt werden.

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