Start-up legt Berichtsheft-App für Azubis vor

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Berichtsheft-App: Wochen-Übersicht

Das staatlich vorgeschriebene Berichtsheft für das duale Ausbildungssystem hilft, Lernfortschritte zu dokumentieren und zu melden. Um dies für Auszubildende wie Ausbilder zu vereinfachen, hat die Rothblud GmbH eine App vorgelegt. Die Berufsschule erhält so regelmäßig Reports vom Arbeitsplatz.

Das Bonner Jungunternehmen Rothblud hat eine Berichtsheft-App für Android, iOS und in einer Webversion entwicklet. Mit ihr können die Auszubildende die geforderten Tätigkeitsnachweise während ihrer Lehre verfassen und organisieren.

Berichtsheft-App-Ausgabe
Das Berichtsheft lässt sich in der App für die Ausgabe auf Papier vorbereiten – falls der Berufsschullehrer nicht selbst ein Tablet oder einen PC nutzt (Bild: Rothblud GmbH).

Die Anwendung ist vor allem für Tablets konzipiert, funktioniert aber auch auf Smartphones. Statt jährlich ein Berichtsheft in Papierform zu kaufen, können Auszubildende nun das Webportal Berichtsheftapp.de nutzen oder sich die App für Android und iOS in Free-Version oder mit Zusatzfunktionen für einmalig 4,99 Euro herunterladen. Die Web-App kann von jedem Gerät aus per Browser bedient werden.

Nach Registrierung mit E-Mail-Adresse oder Facebook-Account können die (auch mit Spracheingabefunktionen) verfassten Einträge gespeichert, ausgedruckt, per E-Mail versendet oder für den Ausbilder zur Kontrolle freigegeben werden. Auch Berufsschullehrer und Ausbildungsverantwortlichen in den Unternehmen, die verpflichtet sind, die Berichtshefte einzufordern und zu korrigieren, können die App nutzen.

Die Erinnerungsfunktion (nur in der kostenpflichtigen Pro-Variante) und die Kalenderübersicht sorgen für Überblick über abgegebene und fehlende Berichte. Die Free-Version fordert wöchentliche Arbeit, ein nachträgliches Ausfüllen vergessener Einträge ist nur in der Pro-Version möglich. Nutzer der Web-Plattform können ihre Ausbilder berechtigen, freigegebene Berichte einzusehen und zu korrigieren.

Das Ausdrucken der Berichte ist in der kostenfreien Variante auf die aktuelle Woche beschränkt. Wer sein Berichtsheft zeitnah führt, hat damit kein Problem. Die Free-Version finanziert sich über eine Werbeeinblendung beim Speichern, Aufrufen und Exportieren der Berichte. Außerdem schützt sie Dokumente mit Wasserzeichen, die Pro-Variante gibt sie zum Selberkopieren frei.

Die werbefreie Pro-Version soll zukünftig bis zu 500 Berichtsheftvorlagen der verschiedenen Industrie- und Handelskammern enthalten, aus denen der Auszubildende wählen kann. Darüber hinaus bietet sie eine Erinnerungsfunktion und ermöglicht jederzeit das Exportieren und Ausdrucken von Daten. Allerdings ist die Pro-Version noch nicht ganz fertig. Die Macher arbeiten mit den Handelskammern noch an Vorlagen, bei der Programmierung an weiteren Export-Funktionen und an den Erinnerungsfunktionen. .

Die Anbieter rechnen Auszubildenden und deren Eltern schließlich vor, dass sie auch mit der Pro-Version der App gegenüber traditionellen Papierberichtsheften Geld sparen: Eine Beispiel-Kalkulation zeigt 68 Prozent weniger Kosten – das günstigste Berichtsheft in Papierform würde bei Amazon 5,25 Euro kosten, was sich über drei Jahre zum Gesamtpreis von 15,75 Euro summiere. Die Pro-Version der Berichtsheft-App dagegen kostet einmalig für alle Geräte 4,99 Euro.

Die 2013 gegründete Rothblud GmbH mit Standorten in Bonn und Düsseldorf hat mit der Berichtsheft-App ihr erstes Produkt veröffentlicht und plant weitere Angebote im Lern- und Produktivitätsbereich

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