Fiftythree bietet seinen iPad-Stift samt App nun auch in Europa an

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Fiftythree Pencil (Bild: Fiftythree)

Der Stylus des US-Anbieters Fiftythree malt auf dem iPad wie auf Papier. Die zugehörige App “Paper” ist kostenlos erhältlich. Als Besonderheit hebt der Hersteller hevor, dass die Zeichengenauigkeit auch in der dichten Apple-Retina-Anzeige jedes Pixel erreicht.

Fiftythree bringt seinen iPad-Pencil nach Europa. Der Stift reagiert – wie in diese der Geräteklasse üblich – auf unterschiedliche Druckstärken, die Software dazu emuliert Stifttypen, etwa Kreidezeichnung oder Bleistift. Und auf der Rückseite des elektronischen Schreibwerkzeugs, das aussieht wie ein “echter” Buntstift, ist die elektronische Version des Radiergummis angebracht – die Software reagiert entsprechend, wenn der hintere Teil des Stylus auf dem Pad “radiert”.

Der Pencil und die App Paper machen das iPad zum Mal-Utensil (Bild: Fiftythree).
Der Pencil und die App Paper machen das iPad zum Mal-Utensil (Bild: Fiftythree).

Die Verbindung mit dem Tablet erfolgt via Bluetooth LE (Low Energy). Einen Pairing-Button in der Paper App nennt der Hersteller “Kiss to pair” – statt Einstellungen des Gerätes zu durchwandern, reicht ein Druck auf den Knopf. Als Akkulaufzeit geben die Macher einen Monat an – die aufladbare Lithium-Ionen-Batterie benötigt zum Aufladen am USB-Port 90 Minuten.

Mit “Palm Rejection”, der automatischen Erkennung der Handfläche, vermeidet die Paper-Anwendung Fehlerkennungen der abgelegten Hand auf dem Tablet. So lässt sich mit dem Stift aus jedem Winkel schreiben oder zeichnen. Auch muss beim Halten des iPad nicht besodners aufgepasst werden. Für das Weichzeichnen und Verwischen von Linien und Farben können dagegen die eigenen Finger eingesetzt werden.

Mit dem Release von iOS 8 gegen Ende dieses Jahres soll zudem eine neue Funktion verfügbar werden: Ab dann bestimmen Nutzer mittels “Surface Pressure” beim Aufdrücken, wie dick die gezeichnete Linie sein soll.

Die auf der App Paper gemalten Ideen, Skizzen und Kunstwerke lassen sich im Netz teilen, auf dem Tablet speichern, reproduzieren und für neue Bilder als Vorlage nutzen. Durch die Zusammenarbeit des Stiftherstellers mit Notizbuchanbieter Moleskine können Skizzen auch gedruckt und zu einem “echten” Notizbuch gebunden werden.

Fiftythree Pencil (Bild: Fiftythree)

Georg Petschnigg, Geschäftsführer und Mitgründer von Fiftythree, zählt “Star-Architekten wie Daniel Libeskind, die ihre Entwürfe skizzieren, Filmemacher, die ihre Storyboards mit Paper und Pencil zeichnen, Modedesigner die ihre ersten Entwürfe aufs iPad bringen oder Lehrer die neue Lehrmethoden austesten”, zu den Kunden des Unternehmens. Der Stift, der seit 2012 in den USA erhältlich ist, kann in Deutschland nun auch im Shop des Herstellers oder über Amazon erworben werden.

Der Stift wiegt 25,52 Gramm, ist 16 lang und mit 3,8 mal 3,8 Zentimetern deutlich dicker, als er auf den Websiten des Anbieters aussieht. Er funktioniert mit iPad 3, 4, i Pad Air und allen Modellen des iPad Mini. Die dazugehörige App Paper steht kostenfrei im iTunes Store bereit. Im Lieferumfang sind Ersatzspitze und Ersatzradiergummi für Retina-Oberflächen enthalten. Käufer haben dei wahl zwischen einer Ausführung in Walnußholz oder einem Graphit-Design.

Tipp der Redaktion: Der Smartpen von Livescribe will mehr sein, als ein Stift zum Digitalisieren von Notizen. In Kombination mit einer iOS-App lassen sich handschriftliche Notizen in Text umwandeln, weiterbearbeiten und sogar mit Sprachaufnahmen oder Fotos ergänzen. Der Praxistest von ITespresso zeigt, wo das gut funktioniert – und wo es Probleme gibt.

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