XP-Nutzer bekommen bis April 2015 Sicherheitsupdates für Java 7

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Java (Bild: Oracle)

Das hat der bei Oracle für die Java-Plattform zuständige Vizepräsident jetzt erklärt. Er tritt damit nach einer Mitteilung Anfang Juli in Umlauf befindlichen Spekulationen entgegen. Java 8 wird es für das altgediente Windows-Betriebssystem allerdings wohl nicht mehr geben.

Henrik Stahl, Vice President of Product Management der Java Platform Group, hat in einem Blogbeitrag mit dem Titel “The Future of Java on Windows XP” ausführlich zu Oracles Pläne in Bezug auf die Unterstützung von Windows XP Stellung genommen. Dies ist offenbar erforderlich geworden, nachdem der Konzern Anfang Juli Informationen veröffentlicht hatte, die nahelegten, das Windows-XP-Nutzer keine weiteren Patches merh erwarten dürfen.

Oracle-Manager Henrik Stahl hat XP-Nutzer bis April 2015 Sicherheitsupdates für Java 7 versprochen

Stahl versichert, dass Nutzer weiterhin Java 7 unter dem 2001 auf den Markt geommenen Betriebssystem nutzen könnten. Oracle werde diese Version mindestens bis April 2015 mit Sicherheitsupdates versorgen. In Bezug auf die Installation von Java 8 unter XP sei noch nicht endgültig entschieden, ob dieses Problem gelöst wird. Stahl rät XP-Anwendern allerdings generell zum Wechsel des Betriebssystems.

Die Laufzeitumgebung Java wird von Entwicklern vor allem dann genutzt, wenn ihre Programme auf mehreren Plattformen laufen sollen. Dank Java-Unterstützung steht beispielsweise jAlbum für zahlreiche Betriebssysteme zur Verfügung. Java ist auch als Plug-in für Browser verfügbar. Dieses wird von Kriminellen ähnlich wie die Plug-ins Flash Player und Acrobat Reader als Einfallstor für Schadsoftware genutzt. Daher blockieren einige Browser das Java-Plug-in standardmäßig. Wer Browser-Plug-ins nutzen möchte, sollte aus Sicherheitsgründen in den Plug-in-Einstellungen die Option “Nachfragen, ob aktiviert werden soll” (Beispiel: Firefox) auswählen. Die sogenannte “Click to Play-Funktion” wird nahezu von allen Browsern unterstützt.

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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