Zocalo: Amazon will Google Docs und Office 365 Paroli bieten

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Der Dienst von Amazon Web Services verknüpft die Speicherung in der Cloud, die Weitergabe von Dokumenten und die Zusammenarbeit. Er ergänzt WorkSpaces, Amazons Angebot zur Desktop-Virtualisierung, und erlaubt die Integration mit einem Active Directory sowie die Festlegung von Richtlinien durch Administratoren.

Amazon Web Services (AWS) hat den Dienst Zocalo vorgestellt. Dessen Name leitet sich offenbar von der in Mexiko umgangssprachliche verwendeten Bezeichnung für den zentralen Platz der Stadt ab – und verrät so schon Einiges über die Positionierung: Zocalo soll Cloud-Speicherung, Sharing und Zusammenarbeit verknüpfen und so als zentrale Anlaufstelle für Mitarbeiter in Firmen dienen.

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Sie können zum Beispiel Dokumente hochladen, sie darüber Kollegen zur Verfügung stellen sowie mit Anmerkungen und Hervorhebungen versehen. AWS will mit dem Angebot also einerseits Cloud-Speicherdienste wie Box und Dropbox, andererseits aber auch dokumentenzentrierten Angeboten wie Google Docs und Microsofts Office 365 Konkurrenz machen. Mit der Möglichkeit, Feedback von anderen Nutzern anzufordern und Termine zu setzen sind sogar erste Ansätze erkennbar, um Arbeitsabläufe abzubilden und Projekte zu verwalten.

Noah Eisner, bei Amazon Web Services als General Manager für Zocalo verantwortlich, will Kunden vor allem mit niedrigen Kosten, reduzierter Komplexität und besserer Leistung überzeugen – und ihnen gleichzeitig ermöglichen, auch in solch einem Umfeld ihre Sicherheitsanforderungen durchzusetzen. Der Zugriff soll von unterschiedlichen Geräten aus möglich sein. “einschließlich Notebooks, iPad, Kindle Fire und Android-Tablets”.

Amazon verspricht die sichere Verschlüsselung der Daten auch während der Übertragung. Außerdem können Administratoren Richtlinien zum Sharing festlegen, den Speicherort (also die AWS-Region) bestimmen sowie den Audit-Protokollen Dateizugriffe und Nutzeraktivitäten entnehmen. Zocalo integriert sich auch mit einem vorhandenen Active Directory, so dass sich die Mitarbeiter eines Unternehmens mit bekannten Zugangsdaten anmelden können.

“Das ist eine echte Enterprise-Anwendung und integriert sich als solche mit Ihren vorhandenen Enterprise-Services”, betonte Amazon-CTO Werner Vogels bei der Vorstellung auf dem AWS 2014 Summit in New York. Er sieht in Zocalo außerdem eine natürliche Erweiterung von WorkSpaces, der von Amazon angebotenen Desktop-Virtualisierung.

Amazon Zocalo kostet monatlich 5 Dollar je Nutzer, 200 GByte Speicher inbegriffen. WorkSpaces-Kunden bekommen Zocalo kostenlos mit bis zu 50 GByte Speicher oder für monatlich 2 Dollar je Nutzer mit bis zu 200 GByte Speicher. Der Dienst ist aber zunächst nur als Limited Preview für eine begrenzte Zahl von Nutzern verfügbar. Interessenten, die über ein AWS-Konto verfügen, können sich auf eine Warteliste eintragen lassen.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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