AVM gibt Ausblick auf weitere Produkte zur Heimvernetzung

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AVM Fritz WLAN Repeater DVB-C (Bild: AVM)

Mit Fritz OS 6.20 gehört dazu auch ein Update für die Router-Firmware. Es soll voraussichtlich Ende Juli für erste Router-Modelle verfügbar sein. Die weiteren Neuheiten – darunter der WLAN-Router Fritz Box 3490 mit 802.11ac und der Adapter Fritz Powerline 1000E – sollen für Gigabit-Durchsatz im Heimnetz sorgen.

AVM bringt zur IFA in Berlin, die dieses Jahr von 5. bis 10. September stattfindet, eine Reihe neuer Produkte für das Heimnetz auf den Markt. Es handelt sich dabei um die Fritz Box 3490, die WLAN nach 802.11ac und auf der WAN-Strecke Vectoring unterstützt, den Fritz WLAN Repeater DVB-C und den Fritz WLAN Repeater 1750E, sowie den Adapter Fritz Powerline 1000E, der für Gigabit-Durchsatz über die Stromleitung sorgen soll.

AVM-Fritz-Box-3490 (Bild: AVM)

Die ab September lieferbare Fritz Box 3490 hatte AVM auf der CeBIT im Rahmen seiner Jahresvorschau bereits angekündigt. Sie lässt sich an jedem DSL-Anschluss nutzen und unterstützt sofern vom Provider verwendet auch VDSL-Vectoring. Die Fritz Box 3490 funkt sowohl per 802.11ac als auch 802.11n im WLAN. Der Router ermöglicht in der 5-GHz-Frequenz Datenraten von bis zu 1300 MBit/s und im 2,4-GHz-Band maximal 450 MBit/s – wobei die beiden WLAN-Netze auch gleichzeitig genutzt werden können.

Zwei USB-3.0-Ports stehen für den Anschluss von Speichermedien bereit, Medienserver und integrierter Online-Speicher sind ebenfalls vorgesehen. Eigentlich sollte die Fritz Box 3490 für 179 Euro im zweiten Quartal in den Handel kommen, offenbar verzögert sich der Verkaufsstart aber nun doch etwas.

Fritz OS 6.20 mit neuen Sicherheitsfunktionen

Dafür kommt die Fritz Box 3490 gleich mit Version 6.20 des Fritz OS. Dieses wird laut AVM voraussichtlich Ende Juli für erste Fritz-Box-Modelle verfügbar sein Zu seinen wesentlichen Neuerungen gehören die Möglichkeit, einen WLAN-Hotspot einzurichten und der deutlich vereinfachte VPN-Aufbau. Allerdings hat AVM auch Konsequenzen aus den Angriffen auf seine Router im Frühjahr gezogen und präsentiert Nutzern auf der neuen Sicherheitsübersicht nun auf einen Blick zum Beispiel, ob die aktuelle Version der Firmware installiert ist, auf welchen Ports Verbindungen ins Internet und im heimischen Netzwerk geöffnet sind, sowie wer sich an am Router an- beziehungsweise abgemeldet hat.

Das Problem, dass Nutzer Router-Firmware zu selten aktualisieren und Angreifer daher häufig – nicht nur bei AVM – sehr alte, ungepatchte Software vorfinden, soll dadurch angegangen werden, dass Besitzer – sofern sie dies auswählen – per E-Mail über Firmware-Updates informiert werden. Außerdem kündigt AVM “die standardmäßige Installation notwendiger Updates” an. Diese Funktion lässt sich von Profi-Anwendern, die dadurch eventuell Kompatibilitätsprobleme oder Störungen komplizierter Konfigurationen befürchten, voraussichtlich abstellen. Durchschnittsanwendern wird das jedoch nicht empfohlen. Ihnen wird vielmehr bei vielen aktuellen Router-Modellen von AVM sogar die Möglichkeit eröffnet, dass jede neue Version des Fritz OS automatisch installiert wird.

WLAN-Repeater

Mit dem Fritz WLAN Repeater DVB-C lässt sich Kabelfernsehen per WLAN im Heimnetz auf Mobilgeräte, Notebooks und  PCs verteilen (Bild: AVM).
Mit dem Fritz WLAN Repeater DVB-C lässt sich Kabelfernsehen per WLAN im Heimnetz auf Mobilgeräte, Notebooks und PCs verteilen (Bild: AVM).

Die beiden WLAN-Repeater hatte AVM bereits zur CeBIT angekündigt und dann Ende Mai erstmals vorgestellt. Der Fritz WLAN Repeater 1750E ist AVMs erster WLAN-Repeater, der gleichzeitig in zwei Frequenzbändern funkt. Er nutzt 802.11ac mit bis zu 1300 MBit/s im 5-GHz-Band sowie 802.11n mit bis zu 450 MBit/s im 2,4-GHz-Band und ist abwärtskompatibel zu WLAN 802.11g/a/b. AVM empfiehlt ihn damit zur Erweiterung bestehender WLAN-Netze.

Im ebenfalls zu 802.11ac kompatiblen Fritz WLAN Repeater DVB-C kombiniert AVM die Funktionen eines DVB-C-Tuners und eines WLAN-Repeaters. Freie Kabel-TV-Programme lassen sich damit direkt ins Heimnetzwerk streamen und so auch auf Notebooks, Tablets und Smartphones anschauen. Auf Smartphones und Tablets muss dazu die Fritz App TV installiert sein. Sie wird laut AVM zum Verkaufsstart des Repeaters Anfang September für Android und iOS verfügbar sein. Auf dem Rechner reicht der kostenfreie VLC-Player aus, um das TV-Programm abzuspielen. Ein LAN-Port am Repeater erlaubt zudem de Anschluss weiterer Geräte.

Fritz Powerline 1000E

Als Ergänzung zu den WLAN-Produkten kündigt AVM mit Fritz Powerline 1000E einen Adapter für einen Datendurchsatz von bis zu 1 GBit/s über die Stromleitung an. So lassen sich zum Beispiel auch entfernte Ecken des Hauses ans Netz bringen oder je nach Bauweise auch Stockwerke miteinander verbinden.

Fritz Powerline 1000E schafft einen Datendurchsatz von bis zu 1 GBit/s über die Stromleitung (Bild: AVM).
Fritz Powerline 1000E schafft einen Datendurchsatz von bis zu 1 GBit/s über die Stromleitung (Bild: AVM).

Der Powerline-Adapter basiert auf dem HomePlug-AV2-Standard und optimiert den Datendurchsatz durch ein dem von WLAN-Komponenten her bekannten MIMO-Verfahren ähnliches Vorgehen: Er nutzt alle drei Adern des Stromnetzes (Phase, Neutralleiter, Schutzleiter) für die Datenübertragung. Dadurch wird die Übertragung laut AVM nicht nur deutlich schneller, sondern auch robuster. Abwärtskompatibilität zu älteren Produkten ist jedoch gegeben.

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